…Beginn der alerten Zone!

Je intensiver ich mich damit auseinander setze und je genauer ich meine Umwelt beobachte, umso deutlicher wird mir, dass die individuellen und kollektiven Gedanken und dazugehörigen Gefühle dabei ein absoluter Schlüssel sind. Denn Gefühle sind Energie – und diese Energie nährt das, was für uns physisch erfahrbar wird, einzeln und in Gruppen. Oder, um auf Michael Roads Bezug zu nehmen: Das, worauf wir unsere Aufmerksamkeit lenken, verstärkt und verwirklicht sich letztlich. Mit einer negativen Ausrichtung sind unsere Erfahrungen entsprechend negativ. Mit einer positiven Ausrichtung, positiv – und wenn man meint, man hat eine positive Ausrichtung und macht trotzdem zu viele negative Erfahrung…dann ist es Zeit, sich mal mit dem eigenen Unterbewussten auseinander zu setzen…

Bewusster Umgang mit Gefühlen

Zum Beispiel beziehen einige Menschen – und das sind gar nicht so wenige – Kraft aus dem Elend anderer. Sie verwechseln Mitleid(en) mit Anteilnahme und Mitgefühl und können sich auf dramatische Weise im Schmerz ergehen, was ihnen ein gewisses Lustgefühl bereitet. Sie fühlen sich durch den gefühlten Schmerz lebendiger…So eine Art psycho-emotionales SM-Spielchen…

Dann gibt es natürlich jene, die selbst mit so viel Wut und Frust und mangelndem Selbstwert hadern, dass ihnen diese Ereignisse ein willkommenes Ventil bieten, mal so richtig „auf die Bösen“ zu schimpfen, bzw. sich mit den Opfern zu solidarisieren usw. usf. – auch wieder ein Versuch, sich zu spüren und weil es über Liebe nicht möglich scheint, muss es die Hitze der Wut sein. Das gilt auch für

jene, die verzweifelt nach noch mehr Macht und Kontrolle schreien… und voller Angst, Anklage und Wut sind… Und Wut ist ein enormer Energiegenerator… Und in vielerlei Hinsicht ist ihre Haltung verständlich – doch in Hass, Wut und Angst zu leben kostet unheimlich viel Kraft und macht auf Dauer krank.

Ein kluger Mensch (konnte nicht herauskriegen, wer der erste war) hat mal gesagt: „Jeder menschlicher Ausdruck ist entweder ein Bekunden von oder ein Schrei nach Liebe.“

Also ist jeder Gewaltakt und jede Grenzüberschreitung „im Namen Gottes/des Friedens/der Liebe“ – unabhängig von den Behauptungen der Täter – in Wirklichkeit ein Schrei nach bedingungsloser Liebe. Auch wenn sie diese im Zweifel (noch) gar nicht annehmen können.

Die Menschheit hat ein gemeinsames Bewusstseinsfeld

Dazu gehört auch – wenn man es einigermaßen erfassen kann – sich klar zu machen, dass wir gemeinsam mit diesen Drahtziehern, sowie mit den Terroristen und allen an diesem Spiel beteiligten Tätern und Opfern EIN Bewusstseinsfeld teilen. Man kann sich von den Personen in vielerlei Hinsicht abgrenzen – aber nicht von ihrem Bewusstsein. Deswegen ist es so wichtig, alles, was im eigenen Bewusstsein den Terror nähren könnte – wie Angst, Sorge und Wut – aufzulösen. Dann kriegt dieses Monster kein Futter mehr…

Welche Mächte auch immer dahinter stehen, die daran interessiert sind, dass die Menschen mehr Angst als Vertrauen haben, mehr Leid als Freude erfahren, weniger entspannt und schöpferisch als gestresst und hilflos sind – ihr primäres Instrument und ihre primäre Strategie ist Spaltung und Trennung. Doch diese Bewegung ist seit 2012 zum Scheitern verurteilt. Die Vertreter der alten machtorientierten Systeme haben in unserem Evolutionsstrang ausgedient – bei uns geht´s jetzt um Liebe und Mitgefühl. Auch wenn es kurzfristig nicht danach aussieht, doch Krisen können bekanntermaßen auch Zusammenhalt und Einigkeit stärken und katalysieren.

Es ist also sehr wichtig angesichts der Ereignisse, die vielleicht erst mal häufiger und schlimmer werden, nicht in Negativität zu verfallen und von Schmerz überwältigt, und damit reaktiv zu werden. Auch wenn das nach unserem gegenwärtigen gesellschaftlichen Verhaltenskodex viel mehr akzeptiert wird, als wenn man sich distanziert, nüchtern und gelassen zeigt und die Kontrolle bzw. die Macht über die eigenen Gefühle behält.

Es ist kein Krieg

Nach meinem Gefühl steht uns weniger ein Glaubenskrieg (egal ob es um Religionen, politische Systeme, territoriale Ansprüche oder die „ultimative Wahrheit“ geht), als eine Art „Bewusstseinsprüfung“ bevor: es geht um den inneren Kampf von „Gut und Böse“ – denn natürlich neigen wir fast alle dazu, schon uns selbst, unsere Gefühle und unser Handeln in Kategorien von gut und böse zu bewerten. Und zwar sowohl im Kollektiv, als auch individuell. Doch wird es Zeit, nicht mehr nur alles „schwarz“ und „weiß“ wahrzunehmen, sondern alle Farben dazwischen – und nie zu vergessen, dass ALLE Farben zum Spektrum gehören, sonst gäbe es unsere Welt nicht – und die Farbwahrnehmung immer eine Frage des Standpunkts im Verhältnis zum Licht ist.

Es geht sicher nicht darum, einen Krieg zu gewinnen – oder zu verlieren. Es geht darum, ein Bewusstseinsfeld zu schaffen, indem Krieg bzw. gewaltsame Auseinandersetzungen unnötig sind, weil das Wohl aller wichtiger ist, als das Wohl einzelner auf Kosten anderer. Wir alle haben die Fähigkeit, statt Angst und Gewalt Mitgefühl und Weisheit walten zu lassen, wir müssen uns das nur trauen und es stetig üben.

Dazu gehört auch, endlich zu akzeptieren, dass das höchste Gut nicht das Leben im gegenwärtigen physischen Körper ist – sondern die Liebe und die Fähigkeit Vertrauen und bedingungslose Liebe wahrhaft fühlen und leben zu können. Das Leben selbst ist ohnehin ewig und unzerstörbar. Ein Wesen, eine Seele wechselt nur den Aggregatzustand, der jeweilige Körper ist nur sein Vehikel. (Dieser Punkt hat große Bedeutung und deswegen erforsche ich diesen in meinen nächsten Blogartikel.)

Und auch, dass wir – so unbequem das auch immer sein mag – nur selbst und persönlich verantwortlich für unser Leben und die Erfahrung desselben sind. Wenn wir also Schmerz erleiden, hat ein Aspekt von uns sich dazu entschieden, diesen zu erleiden…und genauso können wir auch entscheiden, dass wir das nicht mehr wollen. Dazu ist es allerdings notwendig, dass man sich des Aspekts, der das Leid, den Mangel, die Angst etc. erschafft und uns als Gefühl erfahrbar wird, bewusst wird. Denn eine solcherart getroffene Entscheidung muss die Programme des Unterbewusstseins überschreiben, die oft noch gegenläufig sind.

Ein Ansporn zum Bewusstseinswachstum

Ich habe für mich entschieden diese und alle weiteren Erfahrungen die Angst und Sorge schüren sollen, als Ansporn zu betrachten, mich noch mehr in positiven Gefühlen zu üben:

  •  Jede menschliche Begegnung ist heilig

Ich habe entschieden, ab sofort jede menschliche Begegnung als heilig zu erachten – und jede Begegnung mit Freunden noch mehr zu genießen und zu feiern. Ich werde auch gezielt Dinge tun, um dieses Miteinander zu stärken. Bestehende und entstehende Liebesverbindungen werde ich würdigen und unterstützen – einschließlich der Beziehung zu mir selbst.

  •  Konflikte ohne Streit lösen

Ich werde mich in jeder Konfliktsituation noch häufiger und bewusster fragen, was mein intelligentester Standpunkt ist, den Konflikt klug zu lösen und einen Streit zu vermeiden. Ich werde mich darin üben, statt ins Mitleid, ins Mitgefühl zu gehen.

  • Mein Unterbewusstsein aufräumen

Ich werde in mir selbst noch alle restlichen Aspekte transformieren, die mein Leiden verursachen. Denn je bewusster ich werde, umso deutlicher wird mir klar: es geschieht, was geschieht – an dem ich mal mehr, mal weniger bewusst einen Anteil habe. Und dann werde ich bewusst entscheiden, wie ich mit einer Situation umgehen möchte – aktiv, statt reaktiv. Durch die veränderte Wahrnehmung der Situation wandelt sie sich oft zum Positiven.

  • Noch bewusster in die Selbstverantwortung gehen

Statt zu beten, werde ich noch bewusster entscheiden und wählen und gelegentlich – wenn angemessen und gestattet – unser gemeinsames Bewusstseinsfeld (was für mich übrigens Gott ist) bitten. Beten ist für mich ohnehin weniger ein Bitten, als Menschen und Situationen Liebe zufließen zu lassen, auf dass sie Unterstützung erfahren, sich im Sinne des Lichts wandeln und entfalten zu können.

  • Mehr Mitgefühl statt Mitleid walten lassen

Wann immer ich mich über etwas oder jemanden aufrege, besonders über die Terroristen, werde ich mir klar machen, dass es ihnen in Wirklichkeit an Liebe fehlt und werde auch Mitgefühl mit ihren Opfern haben.

  • So viel Liebe und Freude, so oft, so intensiv, wie möglich

Ich werde täglich und jeden Moment so viel Liebe zum Ausdruck bringen, wie ich nur kann. Egal, ob ich einem lieben Menschen ein Geschenk mache, mit Menschen zusammen tanze oder nur mit ihnen in der Schlange an der Supermarkt stehe. Ich werde dafür sorgen, selbst so viel, so tief und so dauerhaft in einem Bewusstseinszustand der Liebe und Freude zu sein, wie es nur geht.

  •  So viel Dankbarkeit, wie nur möglich

Ich werde ständig danken, für all das gute, schöne, wunderbare was ist und in jenen Momenten, in denen ich durch Angst, Aggression und Leiden herausgefordert werde, den Weg zu suchen, der ultimativ wieder Dankbarkeit für den Reichtum des Lebens in all seinen Ausdrucksformen ermöglicht.

  • So viel Humor, so oft, so frei, wie möglich

Ich werde in Situationen noch häufiger den heiteren, nachsichtigen, komischen Blickwinkel suchen und wann und wo mir möglich, auf entspannte Weise für Erheiterung sorgen.

Und zum neuen Namen der Terroristen, die bisher als IS bzw. ISIS bekannt waren (letzteres hat mich immer gestört, als Freundin der Mythologie störte es mich sehr, dass der Name einer alten Muttergöttin derart missbraucht schien.) Doch standen die Buchstaben für die Abkürzung von Islamischer Staat Irak und Syrien. Ab sofort werden sie – auf Initiative Syrischer Gegner Da’esh genannt – was in der arabischen Sprache eine Übersetzung jener Bezeichnung ist. Allerdings sind im arabischen Abkürzungen sehr selten und haben den Beigeschmack von Ironisierung und sollen damit diese Organisation lächerlich machen. Satire war schon immer eine gute Waffe gegen religiösen Fundamentalismus – also schließe ich mich dem gerne an.

  • Noch kreativer sein

Ich werde meiner Kreativität noch mehr Raum und Ausdruck zu geben. Zum einen bin ich dann immer besonders zufrieden und glücklich, zum anderen macht dies auch andere oft zufriedener und glücklicher… Überhaupt werde ich Wege suchen, meine eigene Göttlichkeit noch stärker zu erfahren und auszudrücken.

  • Mein Bewusstsein und das anderer nicht länger verschmutzen

Ich wähle Vertrauen statt Angst, Mitgefühl statt Mitleid, Kreativität statt Resignation, Trauer statt Wut und Hingabe statt Aufgabe – bis ich das Gefühl habe, mit meinen Gefühlen und Gedanken mein Bewusstsein und das anderer nicht mehr mit Negativität zu beeinträchtigen.

Kann gut sein, dass ich darüber alt werde und diesen physischen Körper verlasse – nun, dann setze ich es in feinstofflichem Zustand und gegebenenfalls in der nächsten Inkarnation fort!

Die Liebe wird siegen!

Aber vielleicht gelingt es auch früher und weil viele andere ähnlich ausgerichtet sind und entsprechend handeln, wird die Welt sich zum Guten wandeln – vielleicht nicht so schnell wie ersehnt, aber doch schneller als befürchtet. Vielleicht katalysiert und beschleunigt der aktuelle Terror sogar unsere Entwicklung, hin zu mehr Weisheit, Liebe und Mitgefühl im menschlichen Miteinander und im Umgang mit unserer Natur.

Dann gilt für den Terror und seine Schöpfer tatsächlich das, was J.W. von Goethe in seinem Theaterstück „Faust“ den Teufel sagen lässt: „Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und doch das Gute schafft.“

Je eher und bewusster wir uns also für die bedingungslose Liebe entscheiden und dem Ausdruck geben, umso schneller verlieren Angst, Macht und Hass ihre Gewalt über uns und wir können „die Bösen“ aus ihrer gegnerischen Rolle entlassen… Der Sieg der Liebe ist also in Wirklichkeit nur eine Frage der Zeit – denn dass sie siegt, steht außer Frage!

 

Ende der Komfortzone…

Mitte Oktober wollte eine alte Freundin aus Israel nach Berlin kommen. Doch sie musste ihren Besuch anlässlich einer Hochzeit absagen: Israel war – mal wieder – von einer Terrorwelle erschüttert worden und sie als Ärztin wurde im Krankenhaus, in dem sie arbeitet besonders gebraucht. Des Weiteren hat sie drei Kinder im Teenageralter und weil sie und ihr Mann nicht möchten, dass die Kinder in dieser Situation die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, springen die Eltern als Chauffeure ein. So ruinierten also Terroristen für sie die Teilnahme an einer Hochzeitsfeier und beeinträchtigen den Alltag. Nach dem Telefonat dachte ich bei mir, dass ich ein solches Leben, bei dem gewaltvolle Übergriffe und Selbstrmordattentate zum Alltag gehören äußerst schwierig finde und war froh und dankbar, dass ich nicht in einem „Krisengebiet“ lebe.

Doch als ich vier Wochen später meine morgendlichen Tibeter Übungen machte, erfuhr ich durch das Radio von den Terroranschlägen am Vorabend in Paris. Plötzlich hatte ich das Gefühl, dass damit eine Schwelle überschritten worden ist. Mindestens für mich persönlich. Für andere mag es bereits mit 9/11 begonnen haben, oder einem der anderen mehr oder weniger bewusst wahrgenommenen terroristischen Gewaltakten gegen Menschen in verschiedenen Ländern.

Denn sie geschehen immer häufiger, mal mehr, mal weniger in den Medien dokumentiert und sind nicht mehr nur auf „traditionelle Krisengebiete“ wie den nahen Osten oder Afghanistan beschränkt. Schleichend wurde mir bewusst, dass nun auch die ach-so-sicheren westlichen Länder eine Krisenregion sind oder gerade eine werden. Die USA, die ja gerne zur Panikmache neigen, haben für ihre Bürger eine aktuelle weltweite Reisewarnung ausgesprochen – inklusive besonderer Verhaltensmaßnahmen an öffentlichen Orten und in öffentlichen Verkehrsmitteln. Doch dies gilt natürlich nicht nur für Amerikaner und wahrscheinlich ist die Warnung gruselig angemessen.

Ein anderer Höhepunkt dessen war jüngst der Ausdruck des französischen Präsidenten Francois Hollandes für die Situation: er nennt sie einen Krieg gegen den Da’esh (vormals ISIS, zum neuen Namen mehr im zweiten Teil dieses Artikels) und das ist genau, was die Terroristen erreichen wollten: weltweite Aufmerksamkeit und jetzt geadelt als Kriegsgegner. Und anstatt dass es gelang, diesen in seiner Ursprungsregion, nämlich Irak und Syrien einzudämmen, dehnt er sich nun weiter aus.

Auch die Betroffenheit wächst

Keine 24 Stunden später färbten Menschen bei Facebook ihre Portraitbilder in den Farben der französischen Farbe blau-weiß-rot, um ihre Solidarität mit den Franzosen zu bekunden. (Das letzte Mal waren es übrigens die Regenbogenfarben, angesichts der staatlichen Legalisierung der Ehe unter Gleichgeschlechtlichen in den Vereinigten Staaten.)

Einer postete den berühmten Cole Porter Song „I love Paris“, andere machten das Friedenszeichen mit dem Eifelturm von dem französischen Grafikers Jean Jullien zu ihrem Statusbild. Und gleichzeitig meckerten andere, warum sie ihr Portraitbild nie in den Farben der syrischen Flagge eingefärbt hätten und wieder andere mahnten, nun besonders nett zu Moslems zu sein, die nun möglicherweise (mehr) Diskriminierung fürchten müssten.

Neben den üblichen Berichten der Medien zu den Vorgehensweisen von Polizei und Militär im „Kampf gegen den Terror“, wird viel geschrieben, gebloggt und gepostet. Manches darunter eher dämlich (das verdient nicht mal einen Link) anderes eher polemisch, jedoch anregende und kluge, z.B. von Science Fiction Autor David Wong und dem Journalisten Paul Klugman.

Bewegend auch das Posting des französischen Radiojournalisten Antoine Leiris, Vater eines kleinen Sohnes, dessen Frau durch die Attentäter getötet wurde. Seine Überschrift: „Meinen Hass bekommt Ihr nicht!“ Diesem Tenor schlossen sich auch andere an, die Freunde oder Familie an den Terror verloren.

Viele Fragen, wenig Antworten

All das beschäftigt offensichtlich auch mich und also reichere auch ich hiermit den Pool an schriftlichen Auseinandersetzungen dazu an… Und das geht zweifellos so weiter. Es wird noch mehr geschrieben, gebloggt und gepostet werden, dazu – zu vergangenen Ereignissen und zu den zukünftigen…die zweifellos stattfinden werden.

Alle stellen wir Fragen, manche liefern Antworten – warum es so ist, was dazu geführt hat und wie man es möglicherweise wieder „in Ordnung“ bringen kann, damit „es“ aufhört und doch birgt das meiste davon keine sofortige Aussicht auf die ersehnte Sicherheit und nachhaltigen seelischen Frieden.

Denn unser Leben wird davon nun eine ganze Weile geprägt sein. Gerade in Berlin – das sicherlich unter den Zielscheiben des Terrorismus einen hohen Rang hat oder wie ein Lokalpolitiker es ausdrückte: Berlin hat eine „abstrakt hohe Gefährdungslage.“ Offenbar ist es also nur eine Frage der Zeit ist, bis bei uns „etwas passiert.“ Tatsächlich fällt mir in den öffentlichen Verkehrsmitteln und an Bahnhöfen die erhöhte Anzahl an Sicherheitsbeamten auf und mehr Hubschrauber als sonst durchkämmen den Berliner Luftraum.

Am Sonntagabend nach den Pariser Attentaten telefonierte ich mit einer lieben medialen Freundin und schilderte ihr meine Beobachtungen. Sie erzählte, die geistige Welt habe ihr mitgeteilt, wir würden auf einen Bürgerkieg zusteuern.

Was können wir tun?

Wir nutzten die Gelegenheit und fragten unsere metaphysischen Freunde, was wir tun könnten, um uns jetzt und in Zukunft in der Sache klug zu verhalten. Die geistige Welt empfahl, atheistisch zu werden (nicht ohne Komik, wenn man bedenkt, woher der Rat kam) und nicht zu streiten.

Interessanterweise geht das diesbezügliche Statement des Dalai Lama in eine ähnliche Richtung: er erklärte auf einer Konferenz zum Thema Wissenschaft und Spiritualität in Neu-Delhi und einem Interview mit einem deutschen Radiosender, dass in der gegenwärtigen Situation Gott oder Buddha um Hilfe anzubeten, wenig hilfreich ist. Die meisten dieser Probleme wurden durch Menschen geschaffen und können nur durch Menschen gelöst werden – und also bedarf es eines weltlicheren Ansatzes, die universellen menschlichen Werte zu verbreiten. Wenn wir in unseren Familien und unserer Gesellschaft für Frieden sorgen, haben wir eine Chance dass sich die Welt zum Positiven ändert.

Auch andere kluge und bewusste Menschen und spirituelle Lehrer haben sich auch dazu geäußert und bemühen sich dabei, die energetische Ausrichtung jeden ihrer Leser weg von der Opferhaltung und des Leidens, hinzu einer Haltung der bewussten und demütigen Selbstermächtigung zu steuern.

Der mediale Heiler Matt Kahn schlägt in seinem Facebookblog gerade in Bezug auf die Terrorakte „Radikale Vergebung“ vor, als Mittel, die eigene Bewusstseinsfrequenz zu erhöhen und damit zum Wohle aller beizutragen. Dazu empfiehlt er ein kurzes Gebet: „Ich erlaube der/den Seelen von ….Verzeihung und Befreiung jetzt, während ICH BIN.“ And die Leerstelle kann man die Namen oder Bezeichnung all jener setzen, denen man Verzeihung und Befreiung wünscht…

Der österreichische Bewusstseinsforscher Christoph Fasching hatte schon vorher in Bezug auf die Flüchtlingssituation in seinem letzten Newsletter erklärt, dass diese gezielt herbeigeführte Destabilisierung von Wirtschaft und Politik die Menschen verunsichern soll – und damit ihr Bedürfnis nach machtvollem Schutz und Führung wecken und schüren soll. Mit seinen Kollegen hat er ein Sofort-Hilfsprogramm entwickelt, was darauf ausgerichtet ist, mittels innerer Bilder und Sätzen zur De- und Reprogrammierung alte ungute Verbindungen, Identifikationen und Glaubensmuster zu lösen und stattdessen die eigene Schöpfermacht zu entwickeln.

Und auch Michael Roads der spirituelle Lehrer und Naturmystiker aus Australien, der metaphysische Reisen in andere Zeiten und Wirklichkeiten unternehmen kann, erklärte ebenfalls in seinem Facebookblog, dass es für ihn vor allem um die Abwesenheit jeglicher Verbindung zur Liebe geht. Das hat nichts mit Religion zu tun. Seiner Meinung nach wird sich das in Zukunft zuspitzen, die Menschheit wird polarisiert. Die einen werden driften zum Pol von Hass, Angst und Wut, die anderen zu jenem von Liebe, Vergebung und Mitgefühl. Aus seiner Sicht ist es wichtig, dass wir gerade im Angesicht des Schrecklichen uns weiter auf Liebe ausrichten – dann wird sich auch langfristig die Liebe in allem durchsetzen.

In seinen Folgepostings weist er nochmals auf die Macht der Gefühle hin: Liebe eint uns als Menschheit, Angst und Hass trennt uns voneinander. Und es ist liegt in der Hand jedes Einzelnen, seinen Entscheidungen und seinem Bewusstsein, welchen Weg – und welchen bereits erwähnten Pol er wählt. Außerdem gehe es derzeit um einen Paradigmenwechsel: von Gewalt zu Kraft – doch Gewalt und Kontrolle werden seiner Meinung nach nicht mehr funktionieren – haben sie auch in Wirklichkeit nie. Doch eine in Liebe vereinte Menschheit ist eine Kraft, die die Zukunft des Planeten bestimmen wird. Die Gewalt, die sich jetzt gerade nochmal so zerstörerisch zeigt, ist der Abschiedskampf einer sterbenden Bewusstseinsgestalt und wann die neue, die des Friedens und der Liebe das Zepter übernimmt, liegt an uns und unserer Wahl. Insofern ist jeder aufgerufen, bewusst seinen Weg zu wählen – für den alten Weg von Macht und Gewalt oder den neuen Weg von Kraft und Liebe.

 (Für nicht FBler kann man seine übersetzten Postings auch auf seiner deutschen Webseite in der rechten Spalte nachlesen: http://www.michaelroads.de/)

Worum es vielleicht eigentlich geht

Ich habe vielfach recherchiert, und habe eine Menge gelernt, z.B. auf den Webseiten von Laura Knight-Jadczyk, SOTT und Cassiopaea.org und bin zu dem Schluss gekommen, dass das, was wir derzeit als entstehenden Bürgerkrieg wahrnehmen – d.h. die Terroristen, die sich als Anhänger von Da’esh bezeichnen oder bezeichnet werden und die Regierungen der sich angegriffen fühlenden Länder, die ebenfalls mit Gewalt reagieren, nur Teil einer gigantischen Inszenierung sind. Ich glaube, dass es in Wirklichkeit auch nicht um Religionskonflikte geht – das ist nur ein ideales Konfliktvehikel, um Leute emotional zu manipulieren und zu instrumentalisieren – das hat uns in Europa schon der dreißigjährige Krieg gelehrt und natürlich der Nationalsozialismus.

Neben den zunehmenden Terroranschlägen gehören zu dieser gigantischen Inszenierungen auch die plötzlich wachsenden Flüchtlingsströme: das Thema ist Destabilisierung auf allen Ebenen, denn das schürt Angst und kann den Schrei nach „Recht und Ordnung“ und letztlich mehr Kontrolle durch… eine elitäre Minderheit stärken.

Diese elitäre Minderheit fördert auch die bewaffneten Konflikte in unserer Welt, , den Drogenhandel sowie die Pharmaindustrie und die Manipulation unserer Landwirtschaft (Genmanipulation) und Schadstoffen in unseren Nahrungs- und Reinigungsmitteln und vieles mehr.

Was ihre genauen Ziele sind, darüber gibt es viele Spekulationen. Sicher geht es dieser Elite auch um mehr Macht und darum, ihren Reichtum zu sichern und ihre Privilegien exklusiv zu halten. Aber sie haben bereits mehr Geld, als sie zu Lebzeiten ausgeben können und ihr Lebensstil ist sicher kaum noch zu steigern. Doch sie denken dynastisch und langfristig, über ihr persönliches aktuelles Leben hinaus.

Ich bin sicher, dass sie auf ihre Art davon überzeugt sind, aus Liebe und Güte zu handeln… So wie ja auch Hitler davon überzeugt war, ein guter und anständiger Mensch zu sein… Mein Gefühl ist, sie glauben wirklich, dass es absolut notwendig ist, die Menschheit total zu beherrschen und zu kontrollieren… und sind also überzeugt, „Gutes“ zu tun, in dem sie Zwietracht säen… Denn so halten sie „das System“ stabil bzw. steuern es für ihre Zwecke.

Konflikt ist ergiebig, Frieden ergiebiger – je nach Standpunkt

Es gibt eine uralte Fabel aus dem indogermanischen Raum, in der nordischen Edda hat sie folgende Form: In der Weltesche Yggdrasil lebt im Wipfel ein Adler und an der Wurzel ein Lindwurm. Dazwischen rennt ein garstiges Eichhörnchen den Stamm rauf und runter und erzählt dem Lindwurm, was für gehässige Dinge der Adler über ihn gesagt hat und umgekehrt.

Aus der Fabel ist nicht ersichtlich, warum das Eichhörnchen das macht oder wer es möglicherweise dazu angestiftet hat. Doch eines ist klar: es gibt eine klare Rollenverteilung und alle Beteiligten sind damit beschäftigt und also ändert sich nichts an der Situation… Konflikt ist offenbar bisher in unserer Welt existentiell notwendig: Richter, Anwälte, Geheimdienstangestellte, Diplomaten, Mediatoren und Militärs hätten weit weniger zu tun, wenn die Menschen ihrer Dienste nicht bedürften, weil sie ihre Angelegenheiten untereinander klug regeln könnten. Aber Misstrauen, Selbstzweifel und viele Ängste verhindern das und es gibt eine Menge „Eichhörnchen“ in unterschiedlichster Gestalt, die das säen und schüren… Es ist eine interessante These, ob wir weniger Konflikte hätten, wenn es weniger Menschen gäbe, die davon leben oder sonst wie profitieren…

Krieg ist der Superlativ des Konflikts – und es ist allgemein bekannt, wie profitabel Kriege für die Wirtschaft sind – wenn auch vielleicht nicht für den einzelnen Bürger… Aus diesem Blickwinkel scheint die Provokation eines Bürgerkriegs seitens jener, die sowohl wirtschaftlich als auch energetisch von der Schwächung anderer profitieren, umso nachvollziehbarer.

Und diese elitäre Minderheit gibt es tatsächlich, sie sind so elitär, dass ihre Namen kaum öffentlich bekannt sind, bzw. es gibt weitere hinter jenen, deren Namen bekannt sind, die noch viel geheimer und verborgener aktiv sind.

Wer entsprechend recherchiert, wird zu interessanten Erkenntnissen kommen.

Wer ihn noch nicht kennt, dem empfehle ich an dieser Stelle den amerikanischen Dokumentarfilm „Thrive“ (es gibt ihn auch in einer deutschen Fassung) – er hilft, die eigene Wahrnehmung zu weiten…  Doch letztlich muss jeder für sich selbst prüfen, welchen Quellen seriös sind und was für ihn Wahrheit und was esoterischer Unfug ist – bzw. welche Verschwörungstheorien mehr als eine angstgesteuerte Phantasie sind…

In jedem Falle ist bereits die Vorstellung, dass eine verborgene elitäre Minderheit so hart daran arbeitet, die ganze Menschheit ins Elend zu stürzen schockierend. So schockierend und so schwer nachvollziehbar, dass es manchem unglaubwürdig und irreal erscheinen mag. Und doch… ist es so, denn sonst ginge es uns allen tatsächlich längst viel besser: weniger Gesundheitsprobleme, weniger finanzieller Stress, keine Nahrungsmittel- oder Wasserknappheit usw.

Ob diese gewaltvollen Provokationen dieser Elite die Wirkung hat, die sie sich erhoffen ist zweifelhaft, weil die Menschheit sich verändert bzw. begreift, dass sie sich verändern kann – Mensch für Mensch. Genug Menschen sind die Erfahrungen aus dem Holocaust und anderer totalitärer Systeme bewusst, dass sie sich nicht mehr so leicht manipulieren lassen.

Die eigene Bewusstseinshaltung ist wichtig

Wenn ich die spirituellen Lehrer und medialen Botschaften richtig verstanden habe, wird die Entscheidung jedes einzelnen Menschen nun noch mehr als denn je ins Gewicht fallen – in welcher Richtung die Schwelle überschritten wird – ob ins Dunkel – d.h. in Angst, Zweifel, Resignation oder ins Licht – d.h. in die Liebe, Vertrauen und Kreativität. Und so formen sich zwei große Ströme und beide werden so stark sein, jeweils eine neue Wirklichkeit zu erschaffen und zum ersten Mal in unserer Bewusstseinsgeschichte können wir das selbst steuern, in welcher Wirklichkeit wir leben wollen.

 Mehr dazu im nächsten Blogeintrag.