Transzendentale Geheimnisse der Ölsardinen oder Flutschen für den Frieden

In meinem steten Bestreben, das männliche und weibliche in mir und in meinem Leben in eine gesunde Balance zu bringen, entschloss ich mich vor kurzem wieder mal zur Teilnahme an einem Tantra-Seminar. Weil mir empfohlen und es gerade geographisch und zeitlich passte, nahm ich ein Angebot des Secret-of-Tantra Instituts auf dem ZEGG-Gelände in Bad Belzig, etwa eine Stunde von Berlin, wahr. Ich überwies die Kursgebühr, las die Liste der Dinge, die man mitbringen sollte und dachte, da das Seminar „Öl-Ritual: Spüren und Berühren“ hieß, es würde vor allem um mehrhändige Massagen mit Massageöl gehen…

Ein Sprung ins kalte Wasser – respektive ins warme Öl

Ich wurde von einem freundlichen Mitberliner im Auto mitgenommen, der auch am Ölritual teilnehmen wollte und auf der Fahrt nach Bad Belzig seine große Vorfreude darauf bekundete. Doch zu diesem Zeitpunkt konnte ich noch nicht ganz nachvollziehen, was denn nun so toll daran sein sollte – denn ein erfahrener Tantriker geht mit Ölmassagen, auch in Gruppen, eigentlich recht entspannt um… Mein Fahrer fuhr fort, seine Seminarerfahrungen bei anderen Tantralehrern zu schildern, wo es gelegentlich auch zu ungesunden Grenzüberschreitungen und schier archaischen Eifersuchtsszenen gekommen war. Das schürte meine Skepsis. Ich hatte zwar dergleichen noch nie erlebt…aber…Tantra kann natürlich auch einen Hochofen der Gefühle mit entsprechenden Explosionen erzeugen. Als mein netter Chauffeur dann auf einmal nicht mehr auftauchte und offenbar abgehauen war, wuchs mein Misstrauen… Doch später erfuhr ich, dass er aufgrund seiner allerdings heftigen Erkältung auf dem Absatz, oder vielmehr auf dem Hinterreifen kehrt gemacht hatte – und sich vom Seminarleiter via SMS verabschiedet hatte.

Also befand ich mich dann allein mit weiteren 31 mir völlig fremden Teilnehmern im Seminarraum des ZEGG. Wir lauschten den Schilderungen des Leiters, Silvio Wirth, worum es nun an diesem Wochenende gehen würde. Der Kern dieses Wochenendes bestand darin mit den anderen 23 Seminarteilnehmern, vier Assistenten und 5-6 Litern warmem Öl in einem entsprechend präparierten Becken splitterfasernackt zu …ja, was eigentlich…zu wuseln..? Silvio beschrieb es mehr als eine unvergleichliche Mischung aus „Schwimmen, Gleiten und Fliegen“ mit geschlossenen Augen und man verlöre Zeit und Raumgefühl. Da schrillte meine inneren Alarmglocke: „Kontrollverlust!!!“ Ich kann es nicht leiden, nicht zu wissen, wo ich bin, mit wem ich bin, das Tempo steuern zu können und das, was gerade ist… Fluchtgedanken hatte ich allerdings keine: tatsächlich wuchs meine Abenteuerlust.

Bereitschaft macht unendlich viel möglich

Möglichst unauffällig scannte ich die anderen Teilnehmer… etwa gleich viele Männer, wie Frauen… im Alter etwa zwischen Mitte zwanzig und Mitte sechzig. Darunter ein netter Engländer, der mit Entzücken darüber gelesen hatte und dann trotz intensiver Suche nirgendwo sonst in Europa ein vergleichbares Angebot gefunden hatte. Erst als er die deutschen Begriffe googelte und dann den deutschen Text der Webseite durch das Übersetzungsprogramm von Google laufen ließ, wusste er, sein Wunsch würde sich erfüllen – dass er kein Wort Deutsch konnte, war für ihn kein Hindernis.

Weil die Mehrheit der Teilnehmer tatsächlich noch nie ein Tantraseminar oder gar ein Ölseminar dieser Form gemacht hatte, wurden manche auch etwas blass um die Nase. Silvios Ausführungen und die Bemerkungen einiger anderer mit entsprechender Erfahrungen steigerten den Respekt vor dem Ritual – bei manchen bis zu ausgemachtem Muffensausen: je nach Gemütslage und Temperament donnerten unter anderem Schamgefühle; die Angst, etwas falsch zu machen und Angst vor Klaustrophobie hoch und manche Frauen mit langen Haaren sorgten sich, ob sie denn nicht lahmgelegt würden, wenn andere Körper auf ihren Haaren liegen würden…

Meine persönliche Hauptangst war weniger die geballte Nacktheit, die mögliche Begegnung mit erigierten Gliedern (Lingams, wie es im tantrischen Sprachgebrauch so schön heißt) oder mit meinem Haar festzuhängen, sondern vor allem die enorme physische Nähe von so vielen, dann ohnehin nicht mehr identifizierbaren Menschen. Da wir die Augen geschlossen halten sollten und die Haut als Hauptwahrnehmungsorgan einsetzen sollten, war es ausgeschlossen, sich innerhalb des Gewusels wirklich zu orientieren. Also kein oben und unten mehr, sondern im Zweifel nur ein unentrinnbares Mittendrin…

Aber erfahren wie Silvio und seine Co-Leiterin Kalinka, sowie sechs Assistenten, oder „Angels“ wie sie charmanterweise genannt werden, inzwischen damit sind – Silvio meinte, es sei wohl sein 25. oder 26. Ölritual, holten sie jeden einzelnen von uns ziemlich genau da ab, wo er sich befand – auch wenn er selbst darüber keine Orientierung (mehr) hatte…

Die Aufgabe der „Secret-of-Tantra-Crew“ bestand nun darin, innerhalb von wenigen Stunden eine Gruppe von über dreißig Menschen zu einer Gemeinschaft zu formen, in der achtsames Miteinander, Vertrauen in jeden einzelnen und in die ganze Gruppe, gesundes Grenzbewusstsein und Bereitschaft zu Selbstverantwortung so gestärkt wurden, dass jeder sich in der Erfahrung sicher und aufgehoben fühlen konnte und sie maximal genießen können würde. Wirklich keine kleine Herausforderung!

Doch es gelang ihnen! Zum einen bot die Harmonie innerhalb der Leitungscrew einen wunderbaren Anknüpfungspunkt von Vertrauen, Achtsamkeit und Verständnis: mit ihrem gemeinsamen „Grundton“ stimmten sie die ganze Gruppe ein. Zum anderen dienten eine kluge Struktur und liebevolle Organisation dem Ganzen; sowie verschiedene Tanzmeditationen und Übungen – die ich hier im Detail gar nicht schildern möchte. Ihre vorbereitende Wirkung offenbart sich ohnehin nur durchs machen. Und auch der Engländer fühlte sich dank übersetzungswilliger Teilnehmer schließlich vollkommen integriert. So waren wir keine 24 Stunden später alle bereit, einzeln und gemeinsam dieses Abenteuer des „im-Öl-Seins“ zu wagen und uns der transformativen Kraft des Öls zu stellen.

Öl ist eine heilige und heilsame Substanz

Denn natürlich ist Öl eine magische Substanz – gerade in einem solchen Ritualzusammenhang und unabhängig von seiner tatsächlichen biochemischen Beschaffenheit.

Mythologisch betrachtet ist Öl vielleicht so etwas, wie die Nervenflüssigkeit der Erde – so, wie Wasser das Blut der Erde ist. Allerdings kommt Erdöl für religiöse Zwecke wohl eher selten zum Einsatz… Doch vielleicht ist es gar nicht so überraschend, dass uns (Erd)öl zum „Kraft“ und „Treibstoff“ geworden ist und für viele ihre Vehikel durchaus Kultstatus haben… Nur für unsere menschlichen Körper bevorzugen wir eher pflanzliche Öle:

Mit ätherischen Ölen wurde von jeher geheilt und sterbende und neugeborene Menschen werden oft – besonders in religiösen Kontexten – mit Öl eingerieben. Ätherische Öle bringen uns – jedes auf seine Weise – mit unserem ureigenen Wesen in Kontakt. Sie stärken grundsätzlich das Gefühl von Anbindung, von Geborgenheit und Wärme und unterstützen damit auf besondere Weise bei der Überquerung einer seelischen Schwelle – wo genau auch immer diese sich gerade befindet.

Außerdem war es von jeher auch ein Ausdruck von besonderer Segnung und Würdigung: in der Antike und auch heute noch bei indigenen Völkern wurden und werden Götterstatuen und heilige Symbole regelmäßig eingeölt – um ihre Heiligkeit zu erhöhen und zu verdeutlichen. Die alten Ägypter und ihre Gottheiten hatten ohnehin zu Öl und vor allem zu Duftölen ein besonderes Verhältnis. Später ölten auch kämpfende Olympioniken und siegreiche römische Feldherren ihre Körper – für ihre Triumphzüge durch Rom. Jesus wird manchmal als „Der Gesalbte“ bezeichnet und auch in den Ermächtigungsritualen der katholischen Kirche, werden die Amtsanwärter „gesalbt“ – d.h. mit Öl eingeschmiert!

Schließlich kennen wir den – inzwischen negativen – Begriff des „Ölgötzen“ für einen Menschen, der an seinem Platz sinnlos ist. Doch ursprünglich war damit auch ein „mit Öl gesalbtes und mit Ölfarben angestrichenes Götzenbild“ gemeint – und das ganz sicher auch aus Anbetungsgründen!

Erst jetzt, im Nachhinein, habe ich mir die Frage gestellt, wie Silvio überhaupt dazu gekommen ist, das anzubieten, da es offenbar nicht ohne weiteres in den Kanon tantrischer Traditionen gehört. Und also habe ich jetzt erst Silvios Text dazu auf seiner Webseite gelesen. Mit Begeisterung stelle ich fest, dass sein Impuls aus der Kunst kam – genauer, der Wiener Aktionskunst der Sechziger Jahre und dass es auch gelegentlich mit Körperbemalung verbunden wird. Tatsächlich dachte ich, dass eine rituelle Körperbemalung das Ganze noch steigern könnte – denn auch das hat eine mythische Kraft und: ich bin ziemlich sicher, dass Ganzkörperölerlebnisse Teil der antiken Mysterienschulen waren. Da darüber bekanntermaßen nur sehr wenig überliefert ist, können wir nur spekulieren. Aber glücklicherweise ist das für die Intensität der Erfahrung in unserer Zeit unbedeutend.

Das Unsagbare in schlüpfrigen Worten

Silvio und einige andere „Wiedergänger“ in Sachen Öl hatten Recht, als sie sagten, es sei in Wirklichkeit eine unbeschreibliche Erfahrung. Tatsächlich werden die Sinne in einer Weise stimuliert, die weit jenseits von Sprache liegt. Und damit meine ich jetzt nicht nur – und besonders für jene, deren Phantasie jetzt mit ihnen durchgeht – das orgiastische, wilde, archaische – oder, was es aus meiner Sicht, eher trifft: das bedingungslose, unendliche, universelle.

Aber dies ist ein Blog und ich bin Autorin und also wage ich es das unbeschreibliche zu beschreiben…und bin mir dabei vollkommen bewusst, dass es nur eine Annäherung sein kann. So ähnlich, wie ein Kochrezept zu lesen und statt das Gericht zu kosten…oder, um der Materie gerechter zu werden: über Sex zu lesen oder zu hören, statt ihn selbst zu erfahren…

Denn natürlich ist es auch eine hocherotische Angelegenheit: Mal streift man mit den Fingern oder dem Gesicht eine Brust und spürt die Brustwarze, dann stupst ein Penis im Rücken, gleitet ein Bein unter den Arm, hebt sich ein Bauch unterm Kopf, schiebt sich eine Hand auf dem Po, reibt sich ein Fuß an der Schulter und das im fortwährenden Fluss…dazwischen – immer spürbar das weiche, aufweichende Öl, das immer wieder, wie ein warmer Regen, auf die vielen Körper rieselt und überall eindringt: in Haare, Ohren und anderswo… und alle und alles miteinander immer weiter vereint…

Gleichzeitig ist spürbar, dass dieser heilige Raum gehalten wird und feine Seelen unsichtbar, aber hörbar und manchmal auch spürbar, dafür sorgen, dass es allen immer möglichst gut geht, verirrte oder verwirrte „Fische“ wieder den Weg in den „Schwarm“ finden und Öl aus den Augen gewischt werden kann. Außerdem intensivieren Impulssätze die Erfahrung: an Delphine, Amöben und Wassertropfen wird erinnert. Das Ganze wird mit immer wieder wechselnder und doch passender Musik untermalt. Alle sind Teil eines grandiosen Gesamtkunstwerks, dessen treibende Kraft die Liebe ist und das Ziel die Begegnung – mit dem anderen, mit sich selbst, mit dem was gefürchtet und/oder ersehnt wird, mit dem, was auch immer sich dem einzelnen offenbaren möchte.

Und so hatte jeder „Fisch“ sein ganz eigenes Erlebnis: es gab Frauen, die das subjektive Gefühl hatten, nur von Männern umgeben zu sein; genau, wie es auch Männer gab, die ihrerseits das Gefühl hatten, nur von Männern umgeben zu sein…es gab manche, die das Gefühl hatten, nie genug Platz für sich zu finden, andere die das Gefühl hatten, die Nähe anderer gezielt suchen zu müssen. Manche hatten das Gefühl das Becken sei riesig, andere, es sei winzig…Einige waren dankbar, weil ihre Sehnsucht nach physischem Kontakt und ihre Bedürftigkeit endlich einmal gestillt worden waren; andere hatten das Gefühl zu sehr begrabscht worden zu sein und manche kamen mit tiefen Gefühlen von Traurigkeit, Einsamkeit und einstmaligen Verletzungen in Kontakt und auch das durfte alles sein und wurde von allen mitgetragen.

Es war berührend und faszinierend hinterher den individuellen Erfahrungsberichten zu lauschen, dabei tauchten natürlich auch erigierte Lingams auf und ab… Doch, bevor die Diskussion für die Betroffenen und Beteiligten zu schamlastig werden konnte, bemerkte eine kluge Frau, dass sie erigierte Lingams grundsätzlich sehr möge und dass dies etwas sehr Schönes sei und sie sicher sei, dass es vielen Frauen ginge, wie ihr!

Ich konnte ihr nur von Herzen zustimmen und es verleitete mich zu folgendem kleinen „Pöm“ (Da ich wirklich überhaupt nicht dichten kann, bezeichne ich meine Verse als Pösie – statt echter Poesie…und entsprechend ein Gedicht nicht als Poem, sondern als Pöm…):

Steht der Lingam zur guten Zeit
Erhöht er die Lust und erhebt die Weiblichkeit.
Steht der Lingam zur falschen Zeit
Fordert er Humor und kluge Weiblichkeit.

Nichttantriker können den erigierten Lingam auch gerne durch das Wort „Ständer“ ersetzen – es tut der Pösie wirklich keinen Abbruch… Mehr dazu auch in meinem Blogeintrag über den Charme von sichtbaren Ständern und Nippeln.)

Ganz besonders berührt haben mich auch die Schilderungen jener, die als Paar teilgenommen hatten. Es war bezaubernd und motivierend zu erfahren, dass es absolut möglich ist, auch als Paar so eine bereichernde und durchaus auch fordernde Erfahrung zu machen, indem man dem anderen maximale Freiheit in der Erfahrung gönnt und sich selbst auch erlaubt.

Flutschen für den Weltfrieden

Ich driftete zwischen mehreren Sinneszuständen hin- und her, je nachdem wie gut es mir gelang, meinen Kopf auszuschalten. Mal genoss ich diese totale Körperlichkeit, mich und so viele andere irgendwie gleichzeitig spüren zu können und war beglückt von der unglaublichen und überwältigenden Schönheit die jeder dieser Körper auch durch Berührung zum Ausdruck bringt. In dieser kleinen gefühlten Ewigkeit konnte ich mit innerer Seligkeit fühlen: wir sind wirklich alle göttliche Wesen – gerade auch in unserer Einzigartigkeit – und doch Teil eines großen phantastischen Ganzen, eine Art Gesamtwesen, dem sich hinzugeben mehr als belohnt wird. Überhaupt übte ich mich so gut ich konnte im Loslassen und Hingabe, an das, was auch immer da gerade war, mal mehr, mal weniger bewusst…bis sich sogar mein eigenes Haar, vollgesogen mit Öl, wie ein selbstständiges fremdes und doch vertrautes Wesen anfühlte. In diesem Zustand war es übrigens ohne weiteres möglich, es immer wieder aus verschiedenen Schichtungen herauszuziehen…

Und dann wieder schalteten sich sporadisch andere Bewusstseinsinstanzen meines Wesens ein und ich ahnte, dass sich so ähnlich die „Ursuppe des Lebens“ anfühlen könnte – ein scheinbar wirres und unberechenbares Chaos und doch von einer geheimen inneren Ordnung, bei der keine Grenze ungut überschritten wird, weil alle gleichzeitig geschützt und getragen werden vom Öl…das mir in dem Augenblick wie flüssige Liebe erschien…physisch und metaphysisch!

Und auch nach dem Ölbad und dem Auswaschen des Öls – mit ganz simplem fettlösendem Spülmittel – und der anschließenden Ruhe- und Integrationsphase, schwang die Erfahrung nach. Bei manchen führte sie noch weiter in die Tiefe, bei anderen steigerte sich die sexuelle Lust und ich hatte…mal wieder Kopfschmerzen. Kopfschmerzen sind oft ein spannungsvoller Ausdruck von Trennung – Migräniker suchen in der Regel immer den Rückzug, das Abseits, die Entfernung von den anderen – und doch ist es vielleicht auch ein Ausdruck des Urschmerzes über die fehlende Verbindung. Kein Wunder, dass sie bei mir durch die Ölerfahrung ausgelöst bzw. verstärkt wurden. Tatsächlich hatte ich schon vorher leichte Kopfschmerzen gehabt – aber glücklicherweise nicht „im Öl.“ Und doch hat mir diese Erfahrung vermutlich auch in diesem Aspekt weitere Heilung ermöglicht – das wird sich noch zeigen.

Ein Teilnehmer träumt nun davon, diese tiefgreifende und nachhaltige Erfahrung viel mehr Menschen und auch Kindern zugänglich zu machen bzw. regelrecht zu verordnen: denn wer mindestens alle fünf Jahre an einem Gruppenölritual teilnehme, könne auf Dauer keine Kriegsgedanken nähren…

Silvio stimmte zu und meinte, dass für ihn seine tantrische Arbeit und das Ölritual im Besonderen ein wichtiger Beitrag zu mehr Liebe und Frieden in der Welt sei – wie klein „der Tropfen auf den heißen Stein“ auch immer sein möge… Das mag manchem weltfremd, naiv und „gutmenschig“ vorkommen – aber nach meinen Recherchen hat Silvio völlig Recht. Aus meiner Sicht hat diese Arbeit viel mehr Kraft, als er vielleicht ahnt und zu wünschen wagt.

Das Ölritual ist ein Kraftwerk!

Vor einigen Jahren lauschte ich dem spirituellen Lehrers Michael Roads aus Australien, als er seine metaphysischen Forschungen zur Atomkraft schilderte. Er erklärte, die zerstörerische Kraft der Atomkraft entspräche energetisch

der Wut und dem Zerstörungswillen der Menschheit. Tatsächlich entspränge diese destruktive Schöpfung – zu der nur Menschen fähig sind – dem Fehlen von Liebe.

Daraufhin fragte ich ihn, was wir Menschen denn aus seiner Sicht tun könnten, um dieses hochschädliche Produkt mit etwas konstruktivem, heilendem auszubalancieren? Wie denn so ein „Kraftwerk“ der Liebe aussehen müsste?

Michael sah mich prüfend an, ob ich etwa auch jener weltfremden Esoterikfraktion angehörte, die mit lieb sein die Welt retten wollte. Dann antwortete er, dass keine „Kraftwerke der Liebe“ gebaut werden müssten, denn davon gäbe es bereits an die sieben Milliarden. Das bedauerliche sei nur, dass die meisten nicht „aktiviert“ seien… Denn tatsächlich verfüge jeder Mensch über die Fähigkeit, mit seiner Liebe alles (wieder) in die göttliche Ordnung, in die ganzheitliche Gesundheit zurück zu führen. Doch wir würden unsere Kräfte unterschätzen und uns von unseren Ängsten beherrschen lassen. Wenn jeder Mensch den Mut fände, seine Liebe maximal zu leben – dann würden die Schöpfungen aus Angst und Macht schließlich den Schöpfungen aus Liebe und Vertrauen weichen.

Das leuchtete mir damals ein und so bemühe auch ich mich, wie viele andere, das so oft und intensiv, wie möglich zu tun. Weil es vielleicht doch nicht für jeden offensichtlich ist, sei es hier noch einmal deutlich gesagt:

Liebe hat natürlich nicht nur einen physischen Ausdruck, aber auch und dann eine ganz besondere Kraft! Wer sich selbst und andere Menschen bedingungslos lieben und das auch physisch zum Ausdruck bringen kann, ist ein aktiviertes Kraftwerk der Liebe!

In der uns bisher bekannten Menschheitsgeschichte hat es das allerdings noch nicht gegeben, dass Liebe und Vertrauen stärkere Kräfte sind als Macht und Angst. Das heißt aber nicht, dass das nicht und vielleicht sogar bald geschehen kann. Das mag naiv erscheinen – doch steht der Beweis bekanntermaßen noch aus und ich persönlich gehöre unbedingt zu jenen, die schlichtweg Lust haben, dass mal zur Abwechslung in unserer Welt die Liebe siegt!

Auch aus diesen Gründen hat mir das Wochenende, die Begegnung mit diesen vielen wunderbaren Menschen und das Ölritual selbst, große Freude bereitet. Es hat mich sicher weit mehr bereichert und inspiriert, als ich derzeit ermessen kann. So viel mehr Informationen werden durch einen Körperkontakt ausgetauscht, als wir verbal je vermitteln können… Kein Wunder, dass die Kulturen, in denen das mehr Teil des alltäglichen Miteinanders ist, zumindest in seelischer Hinsicht oft viel gesünder und friedvoller sind als wir, die wir zwar Meister der materiellen Fülle sind, aber doch oft an einer gewissen Gefühls- und Kontaktarmut leiden. Berührung schafft da Abhilfe und führt aus dem Kopf mitten ins Herz! Ich bin allen, die mir diese Erfahrung ermöglicht haben sehr dankbar und wer nun Lust hat, diese selbst einmal zu erleben: den kann ich nur dazu ermutigen! Ganz sicher macht dann jeder seine ganz eigene und einzigartige und doch im höchsten Maße bereichernde Erfahrung! Ich persönlich habe durch dieses wundersame Ölritual wieder etwas mehr vom Mysterium unseres menschlichen Seins und der Magie der Liebe erfassen können – und ich war damit nicht allein!

 

Mehr Informationen: www.secret-of-tantra.de

Wahrnehmung und Größe

Immer wieder fasziniert mich die Unterschiedlichkeit von Menschen wenn es ums Augenmaß geht: tendenziell ist es so, dass Menschen eher zu viel Raum, als zu wenig Raum anberaumen (sic!)… Mit anderen Worten: der übrig gebliebene Essensrest wandert in eine Schüssel, in die locker die doppelte Menge passen würde; ein Kofferraum, der gepackt werden soll, wird als zu klein fürs Gepäck wahrgenommen und doch passt am Ende alles rein und noch ein bißchen mehr…

Auffällig ist auch, dass die Maß- bzw. Größenwahrnehmung bei Männern und Frauen oft sehr unterschiedlich ist. Meine Qi Gong Lehrerin berichtet, dass wann immer sie ihre Kursmitglieder auffordert, sich schulterbreit hinzustellen, Männer meistens die Beine zu weit auseinander stellen und die Frauen zu eng…

Doch die Verschiebung geht über die rein physische Wahrnehmung hinaus. Es geschieht auch in psychischer Hinsicht – die offenbar nicht nur charakterspezifisch, sondern auch geschlechterspezifisch sind und auch da neigen Männer im Allgemeinen zur Aufwertung ihres Tuns und Frauen zu Abwertung. (Was natürlich auch wieder den bereits erwähnten Basisdynamiken in meinen Artikeln zu Narzissmus und Scham entspricht)

Treffendes Bild

Es gibt da einen wunderbaren Comic vom phantastischen Walter Moers in seinem Buch Huhu:

Ein kleiner Junge und ein kleines Mädchen spielen im Sand und wir sehen immer nur ihn bauen, sie ist auch mit im Bild, aber nicht woran sie baut. Derweil doziert er Bild für Bild darüber, dass Männer bleibende kulturelle Werte schaffen, während Frauen dazu verurteilt sind, aufgrund der Biologie ihre schöpferischen Energien in Schwangerschaft und Geburt zu stecken. Da Männer dieser Kanal fehlt, bleibt ihnen nichts anderes, als weltbewegende Leistungen zu erringen… Und bezeichnenderweise gibt es kaum Künstlerinnen von Weltrang, nach dem Motto: Ausnahmen bestätigen die Regel. Es mündet in seinem Diktum: „Ihr macht die Kinder, wir die Kunst!“ und leitet dann über in seine Frage: „Apropos, wie findest du meine Sandburg?“ Und sie bewundert kritiklos seinen kindlichen Sandhaufen mit den Worten: „Oh, toll!“ Während wir hinter ihr endlich das sehen, woran sie während seines ganzen Monologs gearbeitet hat: einem mehrstöckigen römischen Sandpalast inklusive Statuen…

Fazit vielleicht: Männer schwingen große Reden und schaffen wenig, während Frauen großes vollbringen, es aber selbst missachten, weil die Größe der Rede (noch) wichtiger ist, als die Größe der Tat… Ob sich das seit Moers diesen Comic 1989 zeichnete geändert hat? Immerhin hat Deutschland seine erste Kanzlerin, die USA ihre erste Präsidentschaftskandidatin und weit mehr Frauen sind in Führungspositionen als vor 25 Jahren. Zumindest im Westen. Und doch… die „Schattendynamik“ bleibt: Frauen übertreiben in ihrer Bescheidenheit, Männer in der Bewertung ihrer Leistungen und beide verstricken sich oft hoffnungslos in der unsachlichen Bewertung aller Leistungen.

Konditionierung der Wahrnehmung

Warum das so ist? Weil es offenbar in unserer Kultur seit der Blüte des Patriarchats die kollektive Konditionierung gibt, dass Männer älter, größer, stärker, führend sein müssen – und also ist ihr Wasserglas immer „schon halbvoll!“ Während Frauen jünger, kleiner, schwächer und führungsbedürftig sein müssen und also ist ihr Wasserglas immer „noch halbleer“.

Es hat zwar immer schon Frauen gegeben, die physisch größer waren als ihre Ehemänner, oder Männer die beruflich weniger prominent oder erfolgreich waren als ihre Ehefrauen – ohne dass dies intern die Qualität der Beziehung beeinträchtigt hätte. Dennoch ist dies für viele – bis heute – ein Handicap: alles, was von der konditionierten Norm zu weit abweicht, erzeugt Unbehagen.

Nicht nur bei den Betroffenen, sondern auch und oft noch mehr in der sozialen Umgebung: klassisches Beispiel sind große Altersunterschiede in beide Richtungen (das gibt vielleicht nochmal einen extra Artikel). Doch auch physische Größenunterschiede und Gehaltsunterschiede können das harmonische Gleichgewicht in einer Beziehung empfindlich gefährden und letztlich zu deren Scheitern bzw. deren Nicht-zustande-kommen führen. Wie sehr dieses mehr oder wenige subtile Beharren auf der männlichen Überlegenheit und der weiblichen Unterlegenheit das Zustandekommen von Paarbeziehungen beeinflusst, ist ein eigenes Thema, das ich vielleicht in einem weiteren Artikel behandeln werde. Jetzt geht es mir lediglich darum, festzustellen, wie sehr wir in Bezug auf die Geschlechterrollen konditioniert sind und sich dieses antrainierte Rollenspiel nur bewusst durch das eigene Verhalten ändern lässt.

Richtig wichtig wird dieses Verhalten in einem beruflichen Umfeld, wo Rang eine Rolle spielt – der ist interessanterweise weniger Abhängig von Status und Gehalt, als von persönlicher Autorität und zum Ausdruck gebrachtem Selbstwertgefühl. Letzteres kann man lernen und so gibt es jede Menge Berufscoachings, die darauf abzielen, Menschen eine Körperhaltung und Sprache zu vermitteln, die ihnen das Maß an Respekt und Achtung bescheren können, die sie erstreben. Dabei gibt es für Männer und Frauen unterschiedliche Strategien.

Gefahren beim Kaffee

Beispielsweise ist es bei einem Konferenzgespräch mit Frauen und Männern fatal, wenn die Frau den Kaffee ausschenkt und die Kekse verteilt – damit kommuniziert sie automatisch einen niedrigen Rang, während wenn ein Mann das macht, es als charmante Geste wahrgenommen wird – gerade unter Frauen und so im Ansehen steigt.

Die Kommunikationstrainerin Kornelia Straub-Kuri empfahl in einem Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am Sonntag vom 8./9. März 2014 Frauen, die mehr Ansehen wünschen, sich weibliche Vorbilder zu suchen, die dies auf positive Weise verkörpern. Allen voran die britische Königin, deren Alpha-Status nie bezweifelt wird. In ihrem Buch „Spielregeln der Führung“ listet sie auf, worin sich souveräne Frauen und Männer von einander und vor allem auch von unsouveränen Geschlechtsgenossen unterscheiden:

Eine souveräne, ranghohe Frau fordert soziale Regeln ein, lässt sich bedienen, gewährt, ermahnt, hat einen festen Blick, macht klare und direkte Gesten und nutzt die hochgezogene Augenbraue.

Unterwürfige Frauen schenken den Kaffee nach, lächeln ununterbrochen, kichern, spielen mit dem Haar, halten den Kopf leicht schräg, weichen Blicken aus und haben eine hohe, aufgeregte Stimme.

Ein souveräner, ranghoher Mann gibt Anweisungen, stellt Forderungen, nimmt Raum ein, doziert, hat einen festen Händedruck, wendet sich bewusst ab und hat ein gönnerhaftes Auftreten.

Unterwürfige Männer dagegen stehen stramm, dienen, tragen, geben Raum, nicken, haben eine geduckte Haltung und bestätigen.

Bei der Betrachtung dieser Liste dachte ich, dass ein guter Chef oder eine gute Chefin sich im besten Sinne durch väterliche bzw. mütterliche Qualitäten auszeichnen und vor allem den Respekt der anderen erwarten und einfordern. Richtig sexy werden sie, wenn sie dabei auch würdig mit ihrer Geschlechterrolle umgehen können. Nach meiner Beobachtung ist das für Frauen in Deutschland offenbar sehr schwer, denn all die Damen in Führungspositionen die eben offene Decolletés vermeiden und den neutralisierenden Hosenanzug und dezentes Make-up bevorzugen. In Frankreich sieht das anders aus. Da sind auch Frauen in Führungspositionen oft – nicht immer – echte „Weiber“, einschließlich hoher Absätze, weiten Ausschnitten und teuren Parfüms… In den USA scheinen Frauen in Führungspositionen oft gut und teuer gekleidet zu sein und tragen häufig Schmuck, aber vermeiden auch alles, was zu sehr von ihrer öffentlichen Funktion ablenken könnte. Hilary Clinton ist ein Beispiel dafür. Die US-Talkkönigin Oprah Winfrey jedoch erhält sich ihren Sexappeal auf souveräne Weise. Die beiden sind ein gutes Beispiel, weil ihr Altersunterschied nur sieben Jahre beträgt. (Oprah ist die Jüngere.)

Sich immer auf Augenhöhe begegnen können

Aber letztlich geht es wohl darum, dass die meisten von uns in Wirklichkeit einander auf Augenhöhe begegnen möchten und das geht nur, wenn alle einen gesunden Selbstwert haben und weder sich noch andere in Bezug auf das eigene Wesen auf- oder abwerten. Das ist gar nicht so einfach, denn wir Menschen neigen dazu, uns mit anderen zu vergleichen und uns dementsprechend ein- bzw. unter- bzw. überzuordnen … weil wir so konditioniert sind, dass nur dann die Gesellschaft funktionieren kann. Wie eben auch Hühner eine Hackordnung brauchen… Aber sind wir Hühner?

Diese Falle lauert immer irgendwo und meist näher, als wir ahnen. Und gar nicht mal immer nur in Abgrenzung zum anderen Geschlecht. Bis zu diesem Artikel und dem Hinweis einer lieben Freundin, die mich auf mein eigenes Stolpern in diese Falle aufmerksam machte und damit den Anstoß zu diesem Artikel gab, hatte ich auf dieser Webseite unter „Über diesen Blog“ noch den Satz stehen: „Im Übrigen ist dieser Blog für mich ein persönliches Experiment. Sowohl inhaltlich als auch formal bin ich noch am Anfang und es wird sicher seine Zeit dauern, bis die angestrebte Professionalität erreicht ist.“ Besagte Freundin wies mich empört darauf hin, dass Blogs grundsätzlich Experimentalcharakter haben und ich meine Leistung – die sie schon ziemlich professionell findet – von vornherein in den Augen meiner Leser beschneiden würde. Und dann kam der magische Schlusssatz: „Ein Mann würde das NIE tun!“

Das saß – und einsichtig habe ich den peinlichen Satz inzwischen gelöscht: ich stehe zu der Qualität dieses Blogs, wie auch immer sie sich in den Augen der werten Leser gerade ausnehmen mag!

 Wie kommen wir da heraus?

Seit dem bemühe ich mich, noch bewusster mit diesbezüglichen Konditionierungen umzugehen. Und ich denke oft darüber nach, wie man Männern so begegnet, dass sie sich im besten Sinne männlich fühlen können und wie ich mir wünsche, dass Männer mir begegnen, damit ich mich im besten Sinne fraulich fühlen kann.

Offensichtlich beginnt dies schon mit Gesten der Höflichkeit, wie eine Frau zuerst durch eine Tür gehen zu lassen, ihr aus- oder in den Mantel zu helfen, die Autotür aufzuhalten… Souveränes Kavalierverhalten (da wäre sie wieder, die Ritterlichkeit…)

Und Frauen… sollten Männer für dieses Verhalten echt loben und sich dankbar erweisen… wenn er die Einkaufstaschen schleppt, einen guten Tisch im Restaurant wählt und einen aufdringlichen Bettler freundlich abwehrt – ganz souveräne Männer machen das mit großzügigen Geldbetrag gütiger Ermahnung.

Und vielleicht sollen wir uns alle noch viel öfter gegenseitig ehrliche Komplimente machen und eben sagen, wenn wir sie oder ihn attraktiv finden – was auch immer gerade der Auslöser dafür ist! Ich denke noch weiter nach und freue mich über Anregungen, wie das noch besser gelingen kann, aber ich denke, einander öfter und deutlich zu würdigen ist ein guter Anfang!

Narzissmus 2: Was Selbstliebe ist

Selbstliebe ist bewusste Zuwendung zur eigenen Seele

Der vorangegangene Artikel beschreibt den Ursprung und die Folgen von narzisstischen Störungen in unserer Gesellschaft, wie Hans-Joachim Maaz sie in seinem Buch „Die narzisstische Gesellschaft“ beschrieben hat. Dieser Artikel widmet sich den Heilmöglichkeiten von Narzissmus.

Narzissmus ist heilbar

Ich persönlich bin davon überzeugt, dass auch Narzissmus heilbar ist. Denn ich habe schon Menschen kennengelernt, die mit schwerer „narzisstischer Störung“ diagnostiziert wurden oder auch Menschen, die diese selbst bei sich erkannt haben und doch nach einigen Jahren weit weniger gestört schienen: man kann Mitgefühl, Anteilnahme und Lieben tatsächlich lernen und gezielt üben.

Michael Roads, der spirituelle Lehrer aus Australien, hat als Dauerempfehlung für alles und jeden: „Choose Love“ – „Wähle Liebe“ und insbesondere Menschen, die krank sind, egal ob physisch oder psychisch empfiehlt er – auch wenn sie es zunächst nicht fühlen können – sich zweimal täglich vor dem Spiegel mindestens zwanzig Minuten lang zu sagen: „Ich liebe dich“. Seiner Erfahrung nach stellt sich dann mit der Zeit auch das Gefühl ein – denn dieser Satz ist ein Aufruf an das Bewusstsein, diese Wirklichkeit dann auch manifestieren. Das führt dann meist auch zu einer massiven Verringerung bis hin zum Verschwinden der Beschwerden.

Meine eigene Arbeit hat mir gezeigt, dass es sehr wohl Wege gibt, diese Urwunden der mangelnden elterlichen Liebe aus der frühen Kindheit zu heilen – völlig unabhängig davon, wie sie entstanden sind. Das Fehlen dieser Liebe kann neben bereits vorhandenen Gefühlsblockaden bei den Eltern, z.B. durch Traumata, auch durch den frühen Verlust oder die Abwesenheit eines Elternteils (ein heißes Eisen in unserer Welt mit so vielen Alleinerziehenden) verursacht worden sein

Neben Therapie hilft auch psycho-energetisches Arbeiten

Zwei Wege haben sich dabei bisher als ergiebig erwiesen: Zum einen kann man mit gründlicher psycho-emotionaler Arbeit mit dem inneren Kind und genau jenem Anteil der so früh und nachhaltig verletzt wurde, in Kontakt gehen und seinem Schmerz endlich heilsame Aufmerksamkeit schenken. Dazu muss man bereit sein, diesen oft enormen Urschmerz auch einmal zu fühlen. (Wenn man ihn einmal richtig gefühlt hat, genügt das für die Heilung – es ist nicht notwendig sich wiederholt in diesem alten Leid zu ergehen.) Dieser Ansatz entspricht noch einigermaßen den therapeutischen Maßnahmen von Maaz, wie im vorigen Artikel beschrieben.

Doch meine Kollegen und ich gehen oft noch einen Schritt weiter: da unser Geist nicht zwischen einer tatsächlichen oder einer vorgestellten Erfahrung unterscheiden kann (was ein Grund ist, warum Kinofilme so besonders stark wirken, aber das ist Thema für einen anderen Artikel), kann die Wirkung sich plastisch vorzustellen, wie es ist, von der eigenen Mutter, dem eigenen Vater die so dringend ersehnte Bestätigung und Bejahung zu erhalten, seelisch schon sehr helfen.

Noch viel kraftvoller ist die Wirkung der Vorstellung und der Arbeit mit dem eigenen erwachsenen Selbst als bemutternden und bevaternden Aspekten gegenüber dem Kinderselbst: tatsächlich können wir uns selbst nähren!

Zu den magischen Phänomenen unseres Menschseins gehört die Fähigkeit, dass wenn wir an jemanden denken und zwar besonders, wenn wir das mit intensivem Gefühl tun, diese Gedanken oft auch bei ihm ankommen – unabhängig von der physischen Entfernung, die zwischen uns liegen mag. Viele Paare, Eltern und Kinder und enge Freunde kennen das.

Genauso erreichen wir auch uns selbst mit unseren eigenen liebevollen Gefühlen und Gedanken, wenn wir diese bewusst zu unserem bedürftigen Kinderselbst senden. Vielen hilft dabei, ein Stofftier oder ein Kissen wie ein Kind zu halten – ein Kind, das sie gleichzeitig selbst sind! So fließen dann liebevolle Gedanken, Gefühle und Energie aus dem eigenen Herzen auf heilsame Weise in die Verletzung der Vergangenheit. Wer das Bedürfnis hat, kann dies gerne mal ausprobieren!

Sogar die Natur hilft uns

Wer noch mutiger ist und auch Vertrauen in die Metaphysik hat, der kann sich auch von der kosmisch-väterlichen und kosmisch-mütterlichen Energie (nach)nähren lassen. Dann hält man einfach Gesicht und Brust Richtung Sonne und bittet die Sonne, mit der Wärme auch die alten Verletzungen im eigenen Männlichkeitsfeld zu heilen. Unser Weiblichkeitsfeld wird von der Erde genährt. Dazu stellt man sich mit beiden Füßen auf die Erde, oder noch besser, legt sich ins Gras und stellt sich vor, von der liebenden Mutter Erde umfangen zu werden, wie von einer menschlichen Mutter und bittet auch sie um die Heilung der alten Wunden im eigenen weiblichen Feld.

Das erscheint vielen sicher verrückt – aber jene, die es ausprobiert und sich dieser psycho-physischen Erfahrung geöffnet haben, geht es dann meist merklich besser!

Seinen Narzissmus kann man in Wirklichkeit nur selbst heilen

Der Ursprung von Narzissmus liegt – da stimme ich Maaz völlig zu – in einem Mangel an tiefer Liebeserfahrung in der frühen Kindheit. Dieser Liebesmangel führt letztlich zu einer Unfähigkeit, sich als Erwachsener mit anderen in Liebe zu verbinden, worunter viele tatsächlich sehr leiden.

Diesbezüglich befragt, erklärte die geistige Welt einer medialen Freundin und mir, dass Narzissmus dann heilt, wenn man sich wieder seinem eigenen Licht, der eigenen Seele zuwendet. Dies ist zunächst einmal eine bewusste Entscheidung, die beinhaltet sich selbst (wieder) bedingungslos lieben zu lernen und beginnt mit der bewussten und kompletten Annahme alles Erlittenen und der Verantwortungsübernahme für die eigene Heilung, sowie der Bereitschaft diese für möglich zu halten.

In Wahrheit gibt es also niemanden, der einen davon heilen kann, außer einem selbst. Wer nicht bereit ist, sich der eigenen Seele wirklich anzunehmen, dem kann auch kein Therapeut wirklich helfen.

Narziss verzweifelte letztlich an seiner nicht erfüllbaren Liebe zu sich selbst, bzw. seinem Selbstbegehren. Hätte er eine Chance gekriegt, sich nicht nur selbst zu kennen – womit der Seher Teiresias offenbar sein Spiegelbild im Wasser meinte – sondern sich zu erkennen… hätte vielleicht ein heilsamer Erkenntnisprozess einsetzen können, der ihm letztlich wahre Selbstliebe, statt tödlicher Selbstsehnsucht ermöglicht hätte. Dann hätte er vielleicht lernen können, ein Teil des Kreislaufs des gesunden Austauschs von Liebe zu werden – und wäre nicht in der Sackgasse des unstillbaren Begehrens verendet.

Ein hilfreiches Bild

Vor einiger Zeit fragte mich eine junge Freundin, ob und in welchem Maße ich bei mir selbst je Narzissmus wahrgenommen hätte. Ich musste an gewisse mehr oder weniger schmerzhafte Momente in meinem Leben denken. Und dachte an unsere Wahrnehmung der Welt, in der uns vielleicht besonders mit Beginn der Pubertät der narzisstische Spiegel noch an die eigene Nasenspitze stößt: es ist eine Zeit in der wir praktisch alles persönlich nehmen, uns Reflektion schwerfällt und wir alle Superlative unserer jeweiligen Wahrnehmung auf uns vereinigen. Sei sie nun positiv oder negativ… Doch mit der Zeit ahnen wir, dass es klug ist, den Spiegel etwas weiter zu weg zu halten und je älter und bewusster wir werden, umso größer wird der Abstand zwischen uns und dem Spiegel. Wir nehmen uns zwar immer noch zentral wahr – schließlich sind wir die Protagonisten unseres Lebens… Aber je weiter der Blick wird, umso mehr sehen wir andere und begreifen, dass sie wiederum die Helden ihres Lebens sind…damit wird alles immer relativer…

So schrumpft dann oft die einstmalige narzisstische Störung auf ein erträgliches Maß und mit Hilfe verschiedener Erkenntnisse und Erfahrungen erreicht man dann allmählich die so notwendige „narzisstische Sättigung“, d.h. einen wachsend gesundenden Selbstwert, der einem erlaubt sich selbst und die Welt mit freundlichem Mitgefühl, vertrauensvoller Liebe, humorvoller Gelassenheit und großzügiger Nachsicht wahrzunehmen.

Ich denke so oder ähnlich geht es den meisten von uns. Vermutlich hat fast jeder „narzisstische Zonen“ in der eigenen Psyche wo die „Software der Selbstliebe“ einst korrumpiert wurde und stattdessen ein Schmerzprogramm aktiviert wurde. Doch das Programm kann man ändern und damit verändert sich auch das eigene Spiegelbild: man sieht nicht mehr nur, was man alles erlitten hat, was einem alles fehlt und was man braucht…sondern lernt, sich mit allem vollkommen zu würdigen und anzunehmen wie gesunde Eltern ihre Kinder oder als sei man Gott und sähe seine göttliche Schöpfung im natürlich göttlichen Spiegel… Wie könnte man dieses einzigartige göttliche Kind nicht wahrhaft und bedingungslos lieben?

Narzissmus 1: Was Selbstliebe nicht ist

Selbstliebe ist nicht Selbstverliebtheit

Dieser Tage habe ich ein faszinierendes Buch gelesen: „Die narzisstische Gesellschaft“ von Hans-Joachim Maaz. Es ist so erhellend, wie betrüblich, zu erfahren wie narzisstische Verhaltensmuster unsere aktuelle Gesellschaft prägen. Sowohl individuell, als auch kollektiv. Weil dies für uns alle, direkt oder indirekt ein wichtiges Thema ist und ein sinnstiftender Umgang für ein Leben in Balance wesentlich, habe ich dem diesen und den nächsten Blogartikel gewidmet.

Der Begriff Narzissmus entstammt übrigens mal wieder der Mythologie, die uns schon einige Symptomatiken zu charakterisieren geholfen hat. U.a. auch den bekannten Ödipus-Komplex, die Satyriasis (auch Donjuanismus genannt…) und die Albträume.

Die Sage von Narziss

Narkissos – oder Narziss war der junge Kerl, der in der griechischen Mythologie, bei der Vergewaltigung einer Nymphe durch einen Flussgott gezeugt wurde. Narziss wies schon früh alle Liebe anderer ab und verzweifelte schließlich beim Anblick des eigenen Spiegelbildes in einem Teich. Denn er konnte es weder umarmen noch küssen und also erdolchte er sich selbst. Damit machte erfüllte er ein Orakel, das seine Mutter vom Seher Teiresias erhalten hatte: ihr Sohn würde nur dann alt werden, wenn er sich selbst niemals kennen würde.

Doch das Spiegelbild vereitelt das (an dieser Stelle übrigens spannend, vereiteln heißt: nicht machen, kraftlos werden und eitel – auch im Sinne der eigenen Eitelkeit – heißt: nichtig, leer…) und er stirbt also…an seiner Eitelkeit. Oder freundlicher: an unerfülltem Selbstbegehren. Das musste er sowieso, damit diese mythologische Geschichte und ihre moralische Lehre daraus bis heute Sinn macht. (Nebenbei wirft dies auch die Frage auf: ob einem Wesen, das nicht aus Liebe gezeugt wurde, sondern aus Gewalt, vielleicht Gewalt näher ist als Liebe – schließlich bereitet Narziss sich selbst ein gewaltsames Ende…) Sein toter Körper verwandelte sich in eine Narzisse.

Aber die Moral ist natürlich: zu viel Narzissmus ist auf Dauer tödlich… drum liebe Kinder, nehmt Euch selbst bloß nicht zu wichtig, vermeidet Eitelkeit und Egoismus und übt Euch in Demut, sonst bleibt höchstens ein Gewächs von euch übrig. Oder so ähnlich. Das Programm kennen viele von uns. Aber trotzdem grassiert der Narzissmus und wenn man Maaz glauben mag, mehr als je.

Ursache für Narzissmus liegt laut Maaz in der frühen Kindheit

In seiner lebenslangen Praxis als Psychiater und Psychotherapeut kam Maaz zu der Erkenntnis, dass die Weichen für narzisstische Störungen in der frühen Kindheit gestellt werden – mit späterer Erziehung kann der Kurs kaum korrigiert werden.

Die massive ursprüngliche Verletzung, die in Narzissmus resultieren kann und es leider häufig tut, ist laut Maaz die fehlende elterliche Zuwendung in der frühen Kindheit. Es fehlt an Liebe, die das Kind in seinem wahren Wesen bejaht und bestätigt und es eben nicht zur Filialstelle der elterlichen Bedürftigkeit macht. Was jedoch bei Eltern, die ihrerseits oft stark traumatisiert ist, leider kaum möglich ist. Sie selbst sind oft schon narzisstisch gestört… Kurz: Narzissmus ist erblich bzw. die damit einher gehenden Verhaltensmuster übertragen sich auf vielerlei Ebenen.

Und weil viele in unserer Kultur deutlich von einem Popularitätswahn angetrieben werden, d.h. Anerkennung und Zustimmung, – die Scheinliebe anderer – um jeden Preis zu ergattern, kriegt man eine Ahnung, wie heftig der Narzissmus sein Unwesen treibt.

Das betrifft die Klatschzeitschriftenprotagonisten genauso, wie ihre glamourgeilen Leser; korrupte Politiker genauso, wie ihre permanent jammernden Wähler, gierige Banker genauso, wie ihre vertrauensseligen Gläubiger und den jüngsten Selfie-Wahn, mit seiner unkrautähnlichen Ausbreitung –

Diese narzisstischen Defizite münden dann in das, was Maaz „Regulationsformen“ nennt, d.h. Verhaltensmechanismen, um den einstmaligen und scheinbar unheilbaren Schmerz zu kompensieren bzw. zu verdrängen. Dabei gibt es zwei Grundtendenzen. Die eine folgt dem Leistungsprinzip, in dem derjenige durch überragende Leistungen immer wieder beweisen will, dass er doch liebenswert ist…sein Selbstwert ist in hohem Maße von Anerkennung anderer, d.h. vom Erfolg und von einem Siegesgefühl abhängig. Die andere folgt dem Selbsterniedrigungsprinzip, bei dem derjenige sich und anderen ständig klar macht, dass er hilflos und ohnmächtig ist und jedes Scheitern ist eine weitere offensichtliche Bestätigung seines negativen Selbstwerts, d.h. er sorgt unbewusst immer dafür, dass er sich als Verlierer fühlt.

Dabei folgt ein narzisstisch gestörter Mensch nicht unbedingt nur einer Tendenz. Abhängig von Situation und Verfassung schwankt er heftig hin- und her zwischen Größenwahn und Minderwertigkeitskomplex.

Denn ziemlich wenige Menschen verfügen offenbar über das, was Maaz eine ausreichende „narzisstische Sättigung“ nennt, d.h. über ein gesundes Selbstbewusstsein, frei und unabhängig von der Bestätigung durch andere und dennoch mit Kritik und Würdigung souverän umgeht.

Männlicher und weiblicher Narzissmus

Tatsächlich gibt es Unterschiede in der Ausprägung von männlichem und weiblichem Narzissmus, da in unserer frühen Entwicklungsphase geschlechtsbezogene Unterschiede in der Annahme eines Kindes oft eine große Rolle spielen. Frauen, die dem männlichen Geschlecht gegenüber unsicher sind oder es ablehnen, werden ihre Haltung in die Erziehung ihrer Söhne fließen lassen. Das sind Mütter, die in Extremfällen ihren Söhnen entweder das Gefühl geben, potentielle Gewalttäter und Taugenichtse zu sein oder sie zu ihrem persönlichen Retter und Erlöser stilisieren, ihn am besten noch über den „bösen Vater“ erheben.

Töchter dagegen „erben“ oft den angeschlagenen Selbstwert der Mutter, und müssen sich dann mit im Extremfall mit all den mütterlichen Projektionen und Hoffnungen was Schönheit, Jugend und Attraktivität angeht herumschlagen – das sind oft die Mütter die ihre Töchter in den Ballettunterricht und Misswahlen drängen und/oder ihnen permanent klar machen, dass sie bei allem Bemühen doch letztlich zu einem Mauerblümchendasein verurteilt sind…

Bei Müttern setzt – aufgrund der Schwangerschaft – dieses prägende Verhalten eher ein, aber auch Väter können schmerzhafte Spuren hinterlassen: Väter, die ihre Söhne nur dann anerkennen, wenn sie ihrem Erwartungen entsprechen und sie dabei in ein Bild zwängen, das ihnen gar nicht entspricht. Sie verachten dann oft die Söhne, z.B. wegen ihren mangelnden sportlichen oder wirtschaftlichen Leistungen. Auch Väter, die Söhne höher bewerten als Töchter, vermitteln ihren Töchtern immer das Gefühl nur Menschen zweiter Klasse zu sein – das sind dann oft Frauen, die später im Leben alles tun, um einem Mann zu gefallen.

So begegnen sich in unserer Gesellschaft häufig narzisstische Muttersöhnchen – die alles tun für die Anerkennung der von ihnen bedienten Frauen, an erster Stelle meist die eigene Mutter…und narzisstische Vatertöchter, denen die Anerkennung des Mannes, vor allem des Vaters und/oder des Chefs das allerwichtigste ist. Beide setzen tragischerweise immer die Bedürfnisse des einen Elternteils über die eines potentiellen Partners und über die eigenen, in der Hoffnung sich dadurch als ausreichend liebenswert zu erweisen – aber es reicht natürlich nie aus…

Unsere Gesellschaft hat für beide Geschlechter ein Hauptmuster ausgeformt, für deren Kompensation und Schmerzverdrängung, sowie die Abwehr des nagenden Mangelgefühls von und der doch starken Sehnsucht nach Liebe.

Männer kompensieren ihren Narzissmus meist durch das Streben nach Machtfunktionen. Insbesondere dann, wenn der Kampf um die Macht zum Selbstzweck wird: wenn die Karriere wichtiger wird als alles andere, wenn es um maximale Einflussnahme oder gar Manipulation geht.

Frauen kompensieren ihren Narzissmus häufig durch Schönheitswahn und einem Streben nach einem unerreichbaren Ideal. Denn die Unzufriedenheit mit dem eigenen Äußeren wird durch unsere Medien noch geschürt und auch durch die Werbung, die mit Nahrung, Kleidung, Make-up und sonstigen Mitteln die Optimierung des eigenen Äußeren verspricht – und dabei wird das erhoffte Wunder nie wirklich eingelöst.

Damit entspricht Maaz‘ Bestandsaufnahme exakt den Beobachtungen von Brené Brown zu der Erfahrung von Scham und Verletzlichkeit bei Männern und Frauen, wie ich sie bereits hier geschildert habe.

Ist Narzissmus wirklich unheilbar?

Maaz‘ hält Narzissmus für unheilbar, denn die Urwunden aus der frühen Kindheit, als es eben an Mutter- und/oder Vaterliebe so eklatant gefehlt hat, um einen gesunden Selbstwert zu entwickeln, bleiben ein Leben lang.

Deswegen hält Maaz Prävention für die beste Therapie: wir sollten darauf achten, dass unsere Kinder einen gesunden Selbstwert entwickeln können und ausreichend „narzisstische Sättigung“ erfahren, so dass sie mögliche Defizite später nicht anderweitig kompensieren müssen. Doch für Erwachsene, bei denen sich die narzisstischen Verhaltensmuster längst etabliert haben, sieht Maaz keine Möglichkeit die alten Verletzungen zu heilen.

Laut Maaz kann man nur lernen, damit gesund umzugehen – doch dafür bedarf es der Bereitschaft und dem Willen, das eigene Leben, die eigene Geschichte und auch die Familie kritisch zu hinterfragen und dann gezielt und bewusst ein anderes Verhalten zu gestalten – oft begleitet von jahrelanger Psychotherapie. Wichtig ist dabei maximale Ehrlichkeit, die Bereitschaft den einstmals verdrängten Schmerz auch zu fühlen und überhaupt sich intensiv mit seinen Gefühlen auseinanderzusetzen.

Allerdings ist gerade der Narzissmus selbst oft der größte Hemmschuh bei diesem Prozess: die leistungsorientierten bevorzugen Psychopharmaka und die Leidensorientierten halten eine Therapie eh für aussichtslos…denn sich „besser“ zu fühlen läuft ihrer Prägung zuwider…

Nach meiner Erfahrung und Beobachtung ist Narzissmus jedoch durchaus heilbar. Mehr dazu im folgenden Artikel.