Mythologisches Glossar

Hier sind in alphabetischer Auflistung die mythologischen Begriffe, Orte und Charaktere zu finden, die in meinem Blog erwähnt werden. Da es inzwischen im Internet auch viele und lexikalische Informationen dazu gibt, habe ich mich meist auf Kurzcharakterisierungen beschränkt und mir durchaus persönliche Kommentare erlaubt. Im Zuge des Blogs wird dieses Glossar stetig weiter ergänzt.

Aphrodite/Venus ist in der griechischen und römischen Mythologie die Göttin der Liebe, der Schönheit und der sinnlichen Begierde.

Ardanarhishvara ist in der hinduistischen Mythologie die Verkörperung Shivas als Mann und als Frau.

Ares/Mars ist in der griechisch/römischen Mythologie der Gott des Krieges und des blutrünstigen Kampfes. Bei den Griechen war er allerdings nicht so populär wie später bei den Römern: diese waren auch viel kriegslustiger als die Griechen…

Asen (oder aesir) sind in der nordischen Mythologie ein Göttergeschlecht und zu ihren Domänen gehören Krieg, Kampf, Waffen. Ihr Geschlecht ist das Jüngere im Vergleich zu ihren ->Vanen-Kollegen. Es kam zum Krieg zwischen beiden Göttergeschlechtern und schließlich haben sie sich vereint und herrschen nun gemeinsam über die Menschen… Sie ähneln den Menschen in vieler Hinsicht und sind sogar sterblich. Aber da sie die Äpfel der Unsterblichkeit essen, überleben sie. Doch sind auch sie im Kampf verletz- und tötbar: keiner überlebt die Götterdämmerung.

Freya ist in der nordischen Mythologie die Göttin der Liebe und Ehe und gehört zu den ->Wanen. Sie wird häufig mit -> Frigg gleichgesetzt oder verwechselt. Sie ähnelt der ->Aphrodite/Venus der griechisch-römischen Mythologie. Mehr über

Frigg (Fricka, Frija) ist der nordischen Mythologie Odins Gemahlin und gehört zu den ->Asen. Sie hat mit Odin vier Söhne und die Walküren gezeugt. Sie ist die Schutzherrin von Ehe und Mutterschaft, Haushalt und Herdfeuer. Es gibt viele Parallelen zu -> Freya und häufige Verwechslungen und Gleichsetzungen mit ihr. Was auch daran liegt, dass ihr südgermanischer Name Frija ist. Nach dem aktuellen Forschungsstand ist eigentlich sie und nicht ihre Kollegin -> Freya die Namensgeberin des Freitags. Andererseits war der Freitag bei den Römern der Göttin ->Venus (Venere) geweiht und es wäre also nachvollziehbar, dass Frija und Freya einander in den Rollen und der öffentlichen Wahrnehmung näher waren, als die überlieferte Dichtung das dokumentiert. Im Übrigen dokumentieren die Damen möglicherweise auch eine evolutionäre Entwicklung: Freya gehört zum älteren Göttergeschlecht der ->Vanen, Frigg zum jüngeren der ->Asen. Den Vanen waren Frieden und Ackerbau heilig, den Asen Macht und Krieg. Welcher evolutionäre Konflikt (es gibt der Legende nach einen Krieg zwischen den Göttergeschlechtern und schließlich herrschten sie friedlich miteinander) dem auch tatsächlich historisch zugrunde lag, vielleicht der vom Ackerbau und Einklang mit der Natur zum Beherrschen derselben durch Viehzucht und Besitz. Der Sage nach haben übrigens die Vanengöttinnen durch verbotene Hexenkünste die Asen provoziert…was dann  zum Kampf und schließlich zum friedvollen Miteinander führte.

Ich persönlich denke, dass es im grunde diesselbe archetypische Göttin sind, in einem unterschiedlichen Ausdruck: Freya als junge Liebesgöttin, Frigg alst die reifere „Beziehungsgöttin“. Dazu würde passen, dass der Name von beiden möglicherweise auf das altsächsische fri (Liebe) bzw. das altenglische freo (Frau) und das altindische priya (Geliebte) zurückgeführt werden kann.

Harmonia/Concordia ist in der griechisch/römischen Mythologie die Göttin der Entracht. Sie ist die Tochter von -> Aphrodite und ->Ares

Hermaphroditos ist in der griechischen Mythologie ein Jüngling mit langem Haar und weiblichen Brüsten. Beim römischen Dichter Ovid wird er obendrein mit einer Nymphe zu einer Zwittergestalt verschmolzen. Seine Eltern sind ->Aphrodite und ->Hermes.

Hermes/Merkur ist in der griechisch/römischen Mythologie der Gott des Handels, des Reisens, der Kaufleute und der Hirten. Außerdem auch der Gott der Diebe, der Kunsthändler, des Ringkampfs, der Gymnastik und der Magie. Wichtig ist auch seine Aufgabe als Götterbote: er verkündet die Beschlüsse des „Chefgotts“ Zeus/Jupiter und führt die Seelen der Verstorbenen in die Unterwelt.

Justitia ist die Personifikation der Gerechtigkeit  und entstammt ausschließlich der römischen Mythologie. Sie wurde schließlich im Laufe der Geschichte zur Patronin für das Rechtswesen.

Loki entstammt der germanischen Mythologie und ist einer der Götter aus dem Geschlecht der Asen. Er ist eine zwielichtige Gestalt, die immer zu Tricks und Schabernack aufgelegt ist. Er kann seine Gestalt in bestimmte Tiere wandeln und hilft den Göttern genausooft, wie er ihnen Ärger macht. Als er mit dem absichtlich herbei geführten Tod Balders, dem Lieblingssohn des Chefgotts Odin, den Unmut der Götter in Asgard auf sich zieht, wird er von den Göttern gefesselt und eine Giftschlange aus deren Kiefer ununterbrochen Gift tropft, wird über ihm befestigt. Lokis Gattin Sigyn kann ihn immer nur so lange schützen, bis die Schale, in der sie das Gift auffängt voll ist. Wenn sie die leert, tropft das Gift auf Loki und er bäumt sich auf, wodurch Erdbeben erzeugt werden… Mit dem Beginn der Götterdämmerung kann er sich aus den Fesseln befreien. Er kämpft schließlich gegen die Götter und stirbt im Kampf mit Heimdall.

Narziss oder Narkissos, ist jener Jüngling der griechischen Mythologie, der die Zuneigung anderer nicht empfangen konnte und sich schließlich in sein eigenes Spiegelbild in einem Teich verliebte. Als er feststellte, dass er dieses weder umarmen noch küssen konnte, erdolchte er sich. Von den gnädigen Göttern in Narzissen verwandelt. Er steht Pate für den Begriff des Narzissmus.

Odin (südgermanisch Wodan oder Wotan, letzteres bekannt durch Richard Wagner) ist der „Chefgott“ der nordischen Mythologie und gilt Skandinaviern und Germanen als Göttervater, Krieg-s und Totengott. Aber er ist auch der Gott der Dichtung, der RUnen, der Magie und der Ekstase.

Oedipus

Satyr

Thor oder Donar ist in der germanischen Mythologie der Gott des Donners und des Wetters und soll die Welt der Menschen beschützen. Doch wird er auch für erfolgreiche kriegerische Auseinandersetzung um Unterstützung angerufen…

Vanen oder Wanen (von altnordisch Vanir „die Glänzenden“  ist das ältere der norischen Göttergeschlechter im Gegensatz zu den jüngeren –>Asen. Sie sind eher friedliche Gottheiten, denen Fruchtbarkeit, Erdverbundenheit und Wohlstand zugeschrieben werden – zu ihren Domänen gehören entsprechend Pflanzen und Tiere, das heimische Herdfeuer und der Ackerbau. Aber auch Weisheit, Natur, Magie und die Fähigkeit, in die Zukunft zu blicken.

Wotan: siehe -> Odin

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