Wieso ist Gott Single?

Wie oft heißt es „Gott ist die Liebe“… und dieser Tage in denen der Papst hat verlauten lassen, dass auch geschiedene Katholiken in neuer Ehe vielleicht unter ganz bestimmten Umständen und in Absprache mit ihrem lokalen Pfarrer und der in Absprache mit seinem Gewissen…vielleicht dann doch wieder an der Eucharistie (Das Essen vom „Leib Christi“ – d.h. das Essen der heiligen Oblate) teilnehmen dürfen. Freut mich für alle, die das freut – mich persönlich interessiert in der Sache etwas anderes:

Da leben Milliarden von Christen seit angeblich 2000 Jahren mit dem Glauben an Jesus, als dem einen Sohn eines einzigen Gottes, und die Frau, die die Gnade hatte, ihn weltlich zur Welt bringen zu dürfen, war auch noch ´ne Jungfrau. Und der Vater bzw. der Heilige Geist, wird oft auf alten Gemälden als Taube dargestellt, die auf die heilige Maria hernieder… ja was eigentlich?…In jedem Fall verleiht es dem Begriff „Vögeln“ irgendwie eine ganz eigene Note. Also eine ganz einmalige und geradezu magische und natürlich heilige Sache trug sich dazu und sowas ist natürlich überhaupt nur bei Göttern möglich. Übrigens ist Jesus da in guter Gesellschaft mit anderen Götterkindern:  Kastor und Pollux wurden von Zeus in Gestalt eines Schwans gezeugt, und als Kuckuck verführte er seine künftige Ehefrau Hera und wurden je nach Mythos damit Eltern u.a. von Hephaistos und/oder Ares… In der Mythologie einiger nordamerikanischer Indianerstämme ist der „Vater der Menschheit“ ein Rabe, der sich mit den anderen Vögeln langweilte und eines Tages einen Stein ins Meer warf, aus dem sich die Welt erhob in der nun Menschen leben…

Und damit diese Vorstellungen beim gewöhnlichen Sterblichen nicht allzu viel Kopfzerbrechen erzeugen, werden einem diese einmaligen erotischen Begegnungen und Folgen als Metapher vermittelt…

Die katholische Kirche – wahrscheinlich das älteste und effektivste Macho-Unternehmen der Welt – hat jedoch immer die Ehe für alle, die nicht ganz so heilig wie ihre eigenen Mitarbeiter sind, propagiert und zwar hauptsächlich als Zeugungsinstitution zukünftiger Katholiken. Je mehr Katholiken, desto stärker die katholische Kirche… Das „Heilige Sakrament der Ehe“ ist das einzige Sakrament, dass sich ein Ehepaar gegenseitig spendet – die anderen Sakramente (Taufe und Letzte Ölung) werden vom Priester gespendet. Dennoch haben hier und da haben sicher auch ein paar kirchliche Würdenträger doch auch ihren Samen gespendet und so persönlich zur Mehrung ihrer Schafherde beigetragen. Doch genaue Zahlen sind nicht bekannt. Zu groß ist das Tabu, zu viel das, was die Beteiligten dabei verlieren würden, denn ein Priester, der das inzwischen seit fast 1000 Jahren institutionalisierte Zölibat bricht – verliert sein Amt und ist selten fähig oder ausgebildet mit etwas anderem seine Existenz zu sichern.

Wieso kein heiliges Götterpaar?

Worauf ich hier hinaus will: wenn denn die Vereinigung von Männern und Frauen für den Erhalt eines Volkes und auch ihrer Religion so schrecklich wichtig ist, warum gibt es dann keine Weltreligion die ein göttliches Paar würdigt?  Stattdessen ist die Sache mit Mann und Frau in allen Religionen ein ewiger Quell von Konflikten und glücklicherweise auch von viel Humor und Weisheit. Aber ich bin sicher, wenn Männer ohne Frauen Nachwuchs zeugen könnten,  hätten es Frauen wahrscheinlich noch viel schwerer…

Und leider bin ich auch sicher, dass es in der langen Zeit der Matriarchate nicht viel besser war. Denn vor dem Entstehen unserer aktuellen Weltreligionen gab es eine lange, lange Zeit der Menschheitsgeschichte, in der die Muttergöttin verehrt wurde.  Historische Zeugnisse aus dieser Zeit wurden lange unterdrückt, verschleiert oder absichtlich fehlinterpretiert – von männlichen Forschern und Historikern, die nicht im Leben auf die Idee kamen oder kommen wollten, dass das Weibliche tatsächlich mal höher geachtet war als das Männliche. Glücklicherweise gibt´s inzwischen doch einige sehr kluge und mutige Menschen, die sich der Erforschung dieser Tatsache gewidmet haben und ich habe gerade erst angefangen, tiefer in diese Materie einzusteigen.

Jedenfalls waren zur Zeit des Matriarchats die Frauen diejenigen, die sich um Politik, Wirtschaft, Krieg, und Recht kümmerten, während Männer zu diesen Zeiten für den Haushalt und die Kindererziehung zuständig waren.

Also kann man das ganze kurz und knapp auf die Formel bringen, wie es auch einige Autoren tun: Wird ein männlicher Gott angebetet, sind die Männer an der Macht. Wird eine Göttin angebetet, sind die Frauen an der Macht.

 Was war davor?

Ich halte es für absolut möglich, dass es in noch früherer Zeit – also bevor das Pendel Richtung Matriarchat schwang  – es möglicherweise eine Zeit gab, in der die Menschheit entweder ein göttliches Paar, also männliches und weibliches gleichermaßen angebetet hat – oder es überhaupt keine Religion in dem Sinne, wie wir sie heute definieren gab, weil kein Bedarf war. Vielleicht, weil die Menschen mehr im Einklang mit den Wandlungsprozessen in der Natur waren und auch

nicht in dem uns vertrauten Maß untereinander litten und also keine „höhere Macht“ als ihr eigenes Herz und Gewissen brauchten, um einem kindlichen Bedürfnis nach Gerechtigkeit und Ordnung nachzukommen. Vielleicht waren sie so liebesfähig, dass ihre Welt im besten Sinne in Ordnung war.

Ich kann nur spekulieren, aber es macht mir Spaß darüber nachzudenken, wie ein glückliches Leben als natürlicher Atheist aussehen kann.

In jedem Falle hat es in der langen Zeit des Übergangs vom Matriarchat zum Patriarchat neue Religionen gegeben, in denen es Götterpaare gab – deren Beziehungen allerdings oft heftig menschliche Dynamiken hatten: mit viel Sex und Ehebruch und jeder Menge göttlicher Bastarde. Da es sich um Götter handelte, griffen menschliche Moralansprüche nicht:

Das gilt u.a. für die Religion der alten Griechen, die der Germanen und teilweise für den Hinduismus…

Außerdem gibt´s auch jede Menge göttlicher Liebesgeschichten – und glücklicher Götterehen. Neben Göttern der Liebe (meist weiblich) und ihren Tempeln gab´s sicher auch Tempel, wo für eine gute Ehe gebetet wurde. Nach bisherigem Forschungsstand sind die zuständigen Gottheiten, die eine gute Ehe unterstützen würden Einzelgottheiten und ausschließlich weiblich…Z.B. Hera/Juno – bei den alten Griechen und Römern, Frigga bei den alten Germanen und Parvati im Hinduismus.

Und in Zukunft?

Aber die interessante Frage ist ja eigentlich, was als nächstes kommt? Sind wir als Menschheit auf ewig dazu verdammt die Pendelbewegungen von Matriarchat zum Patriarchat und wieder zurück mitzumachen?

Oder erleben wir vielleicht gerade wieder eine Zeit des Übergangs (manche sprechen schon vom „Postpatriarchat“) in der ein Stück weit das gegenwärtige bereits veraltet ist, dass uralte eine gewisse Renaissance erlebt: in gewissen Kreisen wird die Muttergöttin (wieder) verherrlicht und allgemein die Zeit ihrer Blüte wieder herbei gesehnt. Aber das ist vielleicht gefährlich – denn dann könnte das Pendel wieder ins andere Extrem schwingen.

Meine Vorstellung ist, um im Bild zu bleiben, dass das Pendel in eine ganz neue Richtung schwingen muss und wird. Ich stelle mir eine Pendelskala vor, wo rechts das männliche ist, links das weibliche, unten das männliche-und-weibliche angebetet wird und oben an beide nicht geglaubt wird.  Dann hat es zunächst den Anschein, dass keine neue Richtung eingeschlagen werden kann, weil das Pendel nicht stagnieren soll  und somit alles zum Stillstand kommt.

Aber ich glaube, es gibt eine neue Richtung…und diese ist möglicherweise ein Ausdruck unseres nächsten Evolutionsschritts: ich glaube nämlich, dass ein Pendel „nach innen“ schwingen kann. Vielleicht vergleichbar mit der Frage, aus welcher Perspektive man alle Seiten eines Würfels gleichzeitig sehen kann: die Antwort lautet, vom Innern des Würfels…

Und dieses „nach-Innen-Schwingen“ würde ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt so interpretieren, dass jeder den Glauben (wenn er ihn denn braucht) in sich selbst findet. Idealerweise sich selbst als göttlich begreift – und jedes andere Wesen eben auch. Damit würde jede Begegnung ein heiliger Akt…und der Sex könnte vielleicht auch wieder und vielleicht noch mehr als jemals, seine verjüngende, heilende, weisheitsspendende Kraft entfalten, die ihm von jeher zu eigen ist, die ihm aber im Laufe der Religionsgeschichte/n oftmals abgesprochen wurde und die entsprechenden Techniken wurden dämonisiert und/oder gerieten in Vergessenheit.

Denn guter Sex trägt zur Selbstliebe und damit zur Selbstermächtigung bei und Selbstermächtigung ist genau das, was eine Religion nicht will: sie will das Selbst jedes Menschen entmächtigen und den auch wie immer definierten aber äußerlichen „Gott/Göttin“ und seine Repräsentanten ermächtigen…

Doch ich persönlich glaube, dass ein jeder von uns göttlich ist, oder, wie es auch in der esoterischen Literatur immer wieder heißt, ein Funken des universellen göttlichen Lichts – ein einzigartiger und großartiger Teil und Ausdruck des Einen göttlichen Bewusstseins. Je bewusster sich jeder einzelne Mensch dessen wird – umso göttlicher wird unser Leben… Für jeden einzeln und für alle miteinander!

Diese Bewusstwerdung geschieht schon allenthalben und immer häufiger – wie im vorigen Blogartikel bereits erläutert.  Also ist es auch hier nicht eine Frage des ob, sondern nur eine Frage des wann – und ja, in diesen Dingen muss man in großen Zeiträumen denken können. Aber irgendwann ist unser aller Religion die Liebe…und wir sind ihre Götter, wenn wir uns denn trauen, es zu sein!

Eine neue Weltreligion?

Derzeit scheinen sich die Glaubensfronten überall auf der Welt zu verhärten: es scheint als ob Politik und Medien uns einen Krieg zwischen Glaubensgegnern suggerieren wollten, indem angeblich radikale Islamisten Glaubensanhänger der anderen Religionen aufmischen. Aber ich bin nicht davon überzeugt, dass ihre Motive ausschließlich religiöse sind. Sicherlich spielen wirtschaftliche Aspekte eine große Rolle – denn Menschen, denen es wirtschaftlich gut geht, die in sicheren Verhältnissen leben dürfen und die ihr Leben genießen können, haben eher selten das Bedürfnis, dies für Kampfhandlungen im Namen ihres Glaubens aufs Spiel zu setzen.

Die Macht der Macht

Doch dieses wirtschaftliche Gefälle und die daraus resultierenden Konflikte sind wiederum das Produkt ganz anderer Überzeugungen und Konzepte, die vielleicht weniger theologisch, jedoch kulturpsychologisch durchaus Sinn ergeben: zugrunde liegt der uralte Glaube – und das schließt Anhänger aller Religionen mit ein – dass Macht der einzig gültige Wert sei. Nur dann kann man sich Wohlstand, Reichtum, Respekt, Ansehen verschaffen und die Kontrolle über das eigene Leben wahren… Insofern stimmt die Vorstellung von einem Glaubenskrieg, nur verläuft die Frontlinie nicht zwischen den alten Religionen sondern zwischen Lebensprinzipien.

Doch diese alten Prinzipien und wie sie die Lebensgestaltung von einzelnen und ganzen Völkern bestimmt haben, scheinen zu bröckeln. Und das ist nicht erst seit Kurzem. Es hat immer schon Bewegungen gegeben, die nach einem neuen Weg darüber hinaus und jenseits davon gesucht haben: wie z.B. die universalisitsche Religion der Bahais und die Flower Power Bewegung und doch scheiterten sie letztlich an den Machtstrukturen. Bisher.

Macht ist out.

Laut einiger Metaphysiker ist genau genommen das die Größe des in der öffentlichen Wahrnehmung weitestgehend als unspektakulär bzw. als alberner Mythos geltenden Wandels vom Dezember 2012. Völlig im Einklang mit der fortwährend stattfindenden Evolution des Multiversums…erfuhren alle und alles eine energetische Veränderung und diese setzt sich beständig fort. Manche haben sie von Anfang an gespürt, andere entdecken die Zeichen jetzt und wieder andere blieben unberührt – sie werden die Auswirkungen wahrscheinlich erst in der Stunde ihres Todes oder einer neuen Inkarnation erkennen.

Diese energetische Veränderung beinhaltet eine Frequenzerhöhung in jeder Hinsicht – die Schwingungen werden grundsätzlich schneller und feiner und die langsameren, gröberen fallen zurück. Auch Gedanken und Gefühle haben messbare Schwingungen – dazu gibt es sogar medizinische Untersuchungen.  Die Hirnströme eines tibetischen Lamas, der während der Untersuchung auf Mitgefühl meditierte sprengte die Skala des Messgeräts… Und lag damit offensichtlich weit über den Messdaten jener Menschen, die beispielsweise an ihre Partner, ihre Kinder oder Sex dachten…

Liebe ist in

Die Kraft der Liebe setzt sich zunehmend in unser aller Bewusstsein durch und damit ein Wissen um Verbundenheit und das Begreifen, dass Trennung in Wahrheit eine Illusion ist, ein Wissen um die Unsterblichkeit der Seele und damit das Begreifen, dass der Tod in Wirklichkeit eine Illusion ist und das Wissen um Raum und Ewigkeit und damit das Begreifen, dass Zeit auch eine Illusion ist.

Immer mehr Menschen werden sich ihres Anschlusses an das große Bewusstseinsfeld gewahr  und auch ihren möglichen Zugriff auf das allgemeine Informationsfeld, was uns ständig umgibt. Damit in Kontakt gehen zu können, erspart jegliche Form alter, überholter Lern- und Gedächtnismethoden. Auch dieser Kontakt ist lernbar. Eine Fähigkeit die lange nur Mystikern vorbehalten war, wird immer mehr Menschen, die dazu bereit sind, zuteil. Dass immer mehr Menschen bereit sind…liegt einerseits an den bereits erwähnten Frequenzerhöhungen (die z.T. physikalisch messbar sind, z.T. bisher nur metaphysisch wahrnehmbar) und an dem Entwicklungstand des jeweiligen Menschen. Wann genau der einzelne erwachst ist wieder nur eine Frage des wann, nicht des ob.

Vielleicht vergleichbar mit – um jetzt mal ein richtig profanes Bild zu verwenden – einem Topf voller Maiskörner in Öl. Sobald das Öl die richtige Temperatur erreicht hat, beginnen die Maiskörner zu platzen und werden zu Popcorn. Manche sofort, manche etwas später, manche ganz am Ende und manche gar nicht, die werden nur schwarz…die schaffen das erst in der nächsten Inkarnation…

Doch so oder so ist das die unausweichliche nächste Etappe in unserer Evolution.

Pioniere des neuen Bewusstseins

Von jenen, die diese schon erreicht haben, bewegen sich zunehmend mehr in die Öffentlichkeit, um ihre Mitmenschen zu motivieren und mitzureißen, sich ihnen anzuschließen. Diese „Pioniere des neuen Bewusstseins“ propagieren das bewusste Leben von Liebe im Jetzt und gehen selbst mit gutem Beispiel voran. Sie vermitteln uns, dass die Liebe nicht nur ein Gefühl ist, sondern eine schöpferische Seinsweise.

Stellvertretend hier zwei dieser Pioniere, weil sie sich den Begriff Liebe deutlich auf die Fahnen ihres „Bewusstseinsfeldzüge“ geschrieben haben:

Der Anglo-Australier Michael Roads „erwachte“ mit 49 und ist seit dem seit über 25 Jahren als spiritueller Lehrer aktiv. Er spricht gerne davon, dass er „den Liebesvirus“ verbreitet und ist bekannt für sein stetes Verkünden von: „Wählt Liebe!“

Der junge Amerikaner Matt Kahn, der bereits als Kind „erwachte“ spricht gerne von der „Liebes-Revolution“ und erklärt auf seiner Webseite dezidiert dass er sich geehrt fühlt, dem Erwachen der Menschheit bewusst zu dienen und sein Credo ist: „Was immer entsteht, liebe es!“

Überhaupt ist „Love Revolution“ ein beliebter Begriff in den Programmen vieler spiritueller Aktivisten – mal enger, mal loser mal gar nicht mit dem Gottesbegriff verknüpft.

Beispielhaft für dieses allenthalben zu beobachtende Bewusstsein im sich neu entfaltenden Geist der Liebe ist ein Text des Amerikaners Brian Piergrossi, der ebenfalls als spiritueller Autor und Coach aktiv ist. Sein Blogtext vom 12. Februar 2012 macht seit seiner Existenz immer wieder die Runde durch das Internet, u.a. ist er als Youtube Filmchen umgesetzt und inzwischen auch mehrfach übersetzt worden. Er hat den passenden Titel: „Liebe ist die neue Religion“. Eine übersetzte Version auf Deutsch ist im Michael Roads Newsletter vom September 2014 zu lesen.

Ein wichtiger Protagonist dieser Bewegung ist auch der Deutsch-Kanadier Eckhart Tolle, dessen erstes Buch „Jetzt! Die Kraft der Gegenwart. Ein Leitfaden zum spirituellen Erwachen“ seit seinem ersten Erscheinen 1997 in über 30 Sprachen übersetzt wurde und auf Deutsch bereits über 20 Auflagen erreicht hat. Durch seine Zusammenarbeit mit der amerikanischen Talkshow-Queen Oprah Winfrey hat er es – und damit die Bewusstseinsbewegung des Erwachens – es in den Mainstream geschafft.

Und das sind nur einige Repräsentanten aus unserer westlichen Kultur – diesbezüglich ist uns der Osten schon lange voraus. Indien hat eine jahrtausendealte Kultur des Bewusstseinserwachens und manche der indischen Yogis waren auch berufen, ihre Lehre und ihre Frequenz im Westen zu verbreiten und haben zweifellos spürbar ihre Spuren hinterlassen, z.B. die geradezu berühmten Vorreiter dieser Lehre: Paramahansa Yogananda und Jiddu Krishnamurti.

Eine Bewegung im Aufwind

Seit Jahrtausenden hat diese Bewegung nun endlich wieder einmal Rückenwind. Einen großen Beitrag dazu leistet das Internet. Zum einen als Informationsmedium, um an die bewussten Träger dieser neuen Frequenz dranzukommen, zum anderen um sich mit Gleichgesinnten zusammen zu schließen.

Das erklärt beispielsweise die wachsende internationale Popularität von „Buddha at the Gaspump“ (Etwa: Buddha an der Zapfsäule). Der Amerikaner Rick Archer, der selbst jahrzehntelang Transzendentale Meditation betrieb, sich aber schließlich aus verschiedenen Gründen davon abwandte, kam 2011 auf die Idee, Menschen zu interviewen, die ihm in ihrer gelebten Spiritualität beispielhaft und inspirierend erschienen. Seit dem interviewt er ziemlich konstant wöchentlich einen spirituell herausragenden Zeitgenossen und das mit wachsender Popularität. Diese Interviews sind sowohl auf seiner Webseite als auch auf Youtube kostenlos für jeden anzusehen und er und seine Frau finanzieren dieses Projekt allein auf Spendenbasis. Und das funktioniert, seit fünf Jahren mit wachsender Kraft! Übrigens gehörten zu den Interviewgästen bisher auch die bereits erwähnten Bewusstseinspioniere: Penny Kelly, Matt Kahn, Brian Piergrossi und Michael Roads.

Ein Schlüsselbegriff dabei ist offensichtlich Liebe

Tatsächlich ist jedoch der Begriff von Liebe in diesem Zusammenhang ein ganz anderer, als der, der uns bisher vertraut war. Denn Liebe ist die Kraft der Schöpfung – das, was unserer Existenz in Wahrheit zugrunde liegt und das, was zutiefst zu Begreifen und auszudrücken die Bestimmung unseres Wesens ist.

Tatsache ist, wir schöpfen eh die ganze Zeit – denn das, was wir denken und fühlen und worauf wir unsere Aufmerksam richten manifestiert sich. Je bewusster wir das tun, umso näher an dem, was wir eigentlich wollen. Es ist ein eigentlich, weil viele von uns noch ein massiv unaufgeräumtes Unterbewusstsein haben, aus dem heraus die eine oder andere Schöpfungsabsicht überschrieben wird…ohne dass wir es im Prozess merken, aber halt im Ergebnis. Die amerikanische Autorin und metaphysische Forscherin Penny Kelly sagt, es gibt im Prinzip nur zwei Arten von Schöpfung – egal, ob bewusst oder unbewusst: lebensdienende und lebensfeindliche. Ziel ist natürlich eine wachstumsorientierte, lebensbejahende Schöpfung zu praktizieren – in Demut vor dem Leben und in Achtung aller Mitwesen.

Das gilt für alle

Tatsächlich kann lernen und üben, bewusst zu schöpfen – es beginnt mit der bewussten Entscheidung dafür. Techniken, wie das genau geht, werden allenthalben in der Literatur, von spirituellen Coaches und im Internet angeboten – deswegen wird hier nicht weiter darauf eingegangen. In jedem Falle gibt es für jedes Budget und jedes Charakterstrickmuster einen Weg, der verständlich und anwendbar ist.

Weil uns allen in Wirklichkeit die Fähigkeit zu lieben und geliebt zu werden zu eigen ist – manche von uns haben es nur verdrängt oder vergessen…aber es ist jederzeit wieder aktivierbar, besonders wenn man sich dazu entschließt. Denn letztlich geht es vor allem darum: bewusst Liebe zu leben…  Und je mehr und bewusster das ein jeder von uns tut…umso mehr werden andere davon berührt und von der wachsenden Strömung früher oder später mitgerissen. Irgendwann ist die kritische Masse so groß, dass Widerstände dagegen auf Dauer keine Chance haben. Und wenn sich dies schließlich durchsetzt, wird sich unsere Welt, die bisher von Machtdynamiken geprägt war, grundsätzlich verändern: es wird eine Welt der Liebe.

Eine real werdende Utopie

Das ist das goldene Zeitalter, die große Veränderung im kollektiven Bewusstsein die in diversen esoterischen Schriften für unsere Zukunft prognostiziert wird. Nur das wann…ist eine Frage, die nicht beantwortet werden kann. Denn manche praktizieren dies schon seit langem und haben sich auch ein liebevolles Umfeld manifestiert…d.h. sie leben schon in dieser neuen Frequenz…andere stoßen erst später oder viel später, manchmal sogar erst in der nächsten Inkarnation dazu.

In jedem Falle gilt: es wird geschehen, mit jedem einzelnen Menschen, vollkommen unabhängig von der aktuellen religiösen Ausrichtung die der einzelne gerade haben mag oder nicht: die Seelen aller Menschen werden sich diesbezüglich immer weiter verbinden und vereinen!  Buchstäblich eins sein in der Liebe… Und dann ist die Liebe die mächtigste Religion von allen, die in Wirklichkeit keine Religion ist – sondern eher so etwas wie ein „Einheitsbewusstseinsfeld“ mit dem die Quantenphysik schon lange operiert, vielleicht ohne wirklich zu wissen oder zuzugeben, dass dieses Einheitsfeld genau genommen aus dem Bewusstsein aller empfindungsvermögenden Wesen besteht. Esoteriker wissen das schon lange – aber weil sie eben als esoterisch verschrien sind, hat es dieses Wissen noch nicht in die physikalischen Gleichungen der Wissenschaftler geschafft. Aber auch das ist nur eine Frage der Zeit. Egal, wie man es auch dreht und meidet: am Ende siegt das Prinzip der Liebe über alle alten Glaubenssysteme die auf Macht basieren.

 

Yin-Yang und die Quantenpsychologie

 

Wann ist es ein Merkmalteilchen und wann eine Energiewelle?

Die ganze Idee von Balance wird erst sinnhaft, wenn man sich klar darüber ist, was eigentlich in Balance gebracht werden soll. Wenn also vor unserem inneren Auge eine Wippe erscheint und wir uns einig sind, dass wenn die Wippe absolut waagrecht steht, die optimale Balance erreicht ist, dann ist die Frage, was auf die gegenüberliegenden Enden der Wippe muss, damit die Balance hergestellt werden kann. Ans eine Ende einen Apfel und ans andere Ende eine Briefmarke zu legen, wird das Apfelende zum Boden drücken…Doch wenn man ans andere Ende einen Kasten Bier stellt, dann rauscht das andere Ende zu Boden und der Apfel kullert davon….Vielleicht müsste man dann ein paar Kilo Äpfel holen… doch lassen wir mal diese unsinnige Unterfangen…

Zumindest ist klar geworden, dass die Dinge, die in Balance gebracht werden sollen ein gewisses Verhältnis zueinander haben sollten und in meinem Blog liegt der Fokus vor allem auf dem, was wir gemeinhin als männlich und weiblich bezeichnen. Und so einfach das anfangs klingt, so kompliziert kann es auch werden:

Männlich und weiblich sind zunächst einmal unsere Worte um unsere Geschlechtsmerkmale zu differenzieren. Und weil sich Männer und Frauen gegensätzlich wahrnehmen, d.h. der andere ist, was sie nicht sind…nämlich männlich bzw. weiblich, sind diese Worte auch hilfreich geworden, um andere Gegensätze, die jeweils das andere ausschließen zu charakterisieren. In der Elektrik wird gar vom männlichen und weiblichen Stecker eines Kabels gesprochen.

Nur zusammen sind wir stark!

Damit geht auch der schöne Gedanke einher, dass die Energie erst fließt, wenn sich beide Gegensätze verbinden können und außerdem gut ans Gesamtnetz angeschlossen sind. Wenn man nur den einen Stecker in den anderen steckt, passiert nämlich gar nix!

In unserer Kulturgeschichte sind die Begriffe außerdem zu qualitativen Konzepten geworden, mit denen ein bestimmter Ausdruck – oft meist gefühlsmäßig – wahrgenommen wird, weil wir einerseits über Jahrtausende konditioniert, andererseits oft unerklärlicherweise, aber eindeutig fühlen können, ob etwas stimmt oder nicht. So käme keiner auf die Idee, ein Schneckenhaus als männlich zu bezeichnen und eine Wolkenkratzer als weiblich. Es ist – natürlich – umgekehrt… Hier ist es naheliegend – das steil aufrechte Gebäude erinnert an das männliche Glied, das runde Schneckenhaus an die weiblichen Geschlechtsorgane. Aber die Verknüpfungen bilden ein größeres Netz: harte, starre, feste Materialien werden mit dem männlichen assoziiert, weiche, biegsame, bewegliche Stoffe mit dem weiblichen… Entsprechend schlüssig ist die Übertragung der Qualitäten auf andere polare Erscheinungen, wie Sonne und Mond, Himmel und Erde, Hitze und Kälte und links und rechts…und auch Dynamiken, wie detailliert und umfassend, verstehen und fühlen, Bewegung und Stillstand…

Yin & Yang:

Das ausgereifteste und vielleicht schönste Konzept wurde im alten China entwickelt: der dynamische Tanz des energetischen Gegensatzpaares Yin und Yang ist die Grundlage des Daoismus, der traditionellen chinesischen Medizin und für Feng Shui. Das berühmte Symbol dafür ist sehr bekannt, wenn auch seine Bedeutung oft nur oberflächlich erfasst wird. Denn genaugenommen sind die Übergänge von Ying und Yang oft fließend, und die Qualität relativ: was in einem Zusammenhang yin ist, kann in einem anderen yang sein. Etwa vergleichbar mit Licht und Dunkel und den unendlichen Abstufungen dazwischen und was in dem einen Kontext grell und blendend ist, kann in einem anderen matt und erhellend sein.

Typische Qualitäten die yin zugeschrieben werden sind: weiblich, sowie: rund, dunkel, feucht, passiv…und für Yang: männlich, sowie: eckig, hell, trocken, aktiv… Auch diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

Und so verschieden die beiden Qualitäten sind, so bilden sie doch ein gemeinsames, unzertrennliches Ganzes, denn das eine ist nicht vorstellbar, denkbar, lebbar ohne das andere.